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Dienstag, 19. August 2008ProaktivAls alter Humanist reicht es mir jetzt! Immer öfter lese ich in offensichtlich sinnfreien Zusammenhängen vom schönen Begriff „proaktiv“. Sogar die Windows Rechtschreibprüfung ist damit überfordert. Alles scheint plötzlich proaktiv angegangen werden zu müssen. Die Kundengewinnung, der Job, die Beziehung. Sogar der Joghurt im Supermarkt ist plötzlich nicht nur probiotisch, sondern auch noch proaktiv. Heute schaue ich im „Ich weiß alles“ - Wikipedia nach und bin erstaunt. Dieses Wort soll es bereits seit 2003 sogar im Duden geben und bedeute soviel wie vorausschauendes, strategisches und initiatives Handeln. Zumindest wie ich den Eintrag interpretiere. Sofort stelle ich zwei Dinge fest: Erstens handele ich - nolens volens - sozusagen intuitiv proaktiv. Zweitens ist meine aktuelle Dudenausgabe von 1991 und damit quasi obsolet, ganz sicher aber nicht proaktiv. Oder doch? Weil, vielleicht gibt es ja wieder mal eine Reform der Reform..? Aber was soll dieses proaktiv denn ausdrücken? Der Joghurt ist besonders gesund, indem er praktisch aktiv alle Schadstoffe eliminiert? Die Beziehung soll ich nicht mehr nur leben, sondern täglich neu und herausfordernd gestalten? Der Jobsuchende soll nicht nur jung, dynamisch, billig und schön, sondern jetzt auch noch Mauern einreißend und im högsden Maße Gewinn bringend sein? Ja, warum sagt ihr es dann nicht? Oder setzt ihr da draußen das Wort nur ein, weil es neu ist und - wie ich stark vermute - vermeintlich so dynamisch und cool auf euch abfärbt? Also jetzt mal ganz proaktiv unter uns: Der Wortschatz färbt wirklich ganz stark auf den Sender ab. Vor allem dann, wenn offensichtlicher Unsinn gesendet wird. Und, meine Lieben, das ist in den allermeisten Fällen tatsächlich - ganz proaktiv oder antiaktiv - ausgemachter Unsinn.
Proaktiv Geschrieben von Kai Falkenberg
in Marketing Denkanstöße um
20:18
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Donnerstag, 14. August 2008Qualitätsmerkmal: Faulheit der Kategorie 2Vorab: Es gibt für mich 2 Arten von Faulheit. Die eine sind Menschen, die keine Energie aufbringen. Die andere, das ist die Form, die ich meine, sind Menschen, die lieber mit weniger mehr erreichen. Das ist ein riesengroßer Unterschied. Ob man einfach nur keinen Bock hat oder ob man möglichst schnell ans Ziel kommen will, weil man einfach zu faul ist, Umwege zu gehen. Also wäre das schon mal geklärt. Ich bin nämlich „faul“, Kategorie 2. Was zur Folge hat, dass ich immer möglichst schnell, direkt, komfortabel, angenehm und gut an ein Ziel kommen will. Im Laufe der Zeit habe ich mir zum Beispiel Mitarbeiter ausgewählt, welche derselben Faulheits-Kategorie entspringen wie ich. Denn dann unterstützen sie mich noch mehr in meinem Bemühen, auf dem besten Weg an die besten Ziele zu gelangen. Diese Menschen sind in der Sache unglaublich gut organisiert, denn sie haben keine Lust, einen Weg zweimal zu gehen. Wenn ich Soßen aus dem Kühlschrank zum Grillen nach draußen bringe, dann erkennt man schon den Unterschied. Ich nehme einen großen Korb und ich nehme alle Soßen mit. Auch diejenigen, die überhaupt nicht zu dem passen, was auf dem Grill liegt. Der Faule Kategorie 1 grillt nicht. Der bestellt Pizza. Und Menschen, die nicht-faul sind, die gehen 6-mal hin und her mit verschiedenen Soßen in beiden oder sogar nur einer Hand. Die fragen, welche Soßen man mit raus nimmt. Welche man empfehlen kann. Welche gut zum Essen passen. Um dann beim Grillen festzustellen, dass die eine oder andere Soße doch fehlt und was am schlimmsten ist, bei dem ganzen Gerede über Soßen, haben nicht-faule Menschen Salz und Pfeffer vergessen. Wir in der Agentur sind also deshalb so schnell, weil wir keine unnötigen Wege gehen wollen. Und nun kommt das Allerbeste bei faulen Menschen der Kategorie 2. Nicht-faule Menschen stopfen in die Zeit, welche man sich mühevoll mit viel Stress und Arbeit frei geschaufelt hat, gleich noch mehr rein. Das machen faule Menschen der Kategorie 2 nicht. Um beim Beispiel mit den Grillsoßen zu bleiben, die trinken dann schon mal ein Glas Rosé, während der nicht-faule Mensch in die frei gewordene Zeit direkt was anderes reingestopft hat. Somit sind faule Menschen der Kategorie 2 Menschen, die immer gleichzeitig von zwei Dingen profitieren wollen: materieller rationaler Gewinn und immaterieller emotionaler Gewinn. Und das möglichst gleichmäßig. Im Gleichgewicht. Und wenn eins von beidem mal ausbleibt, hat man wenigstens das Andere gewonnen. Alle anderen stehen mit leeren Händen da.
Qualitätsmerkmal: Faulheit der ... Geschrieben von Christof Hintze
in Wilde Thesen um
07:44
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Mittwoch, 13. August 2008Begegnung mit Franz Joseph van der Grinten
Wer nicht weiß, wer das ist, der kann bei Wiki nachschlagen. So weiter geht’s. Foto: Peter von Felbert
Begegnung mit Franz Joseph van der ... Geschrieben von Christof Hintze
in Vorbildlich um
07:48
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Dienstag, 12. August 2008Der Personal Brand TrainerWie wäre es mal mit einem Trend, der aus Deutschland kommt? Problem erkannt, Gefahr gebannt. Was ein Personal Trainer bewirken kann in Sachen Bewegung und Gesundheit, ist mittlerweile bekannt. Alle guten Ratschläge, Pläne und Vorsätze helfen oft nichts. Denn diese müssen auch in die Tat umgesetzt werden. Und wie gut ist das, wenn jemand da ist, der einem dabei hilft, den inneren Schweinehund zu überwinden. Der mit einem Sport macht. Der mit einem einkaufen geht. Der mit einem kocht. Die Erfolgschancen, durch einen Personal Trainer ans Ziel zu kommen, sind viel höher als durch alle anderen Strategien. Denn vieles hält einen immer wieder davon ab, das Richtige zu tun. So einem Trainer ist das aber egal, der nimmt einen immer wieder mit auf die richtige Spur. Solange, bis man es verinnerlicht hat. Beste und bekannteste Beispiele sind Schuhbeck und Lagerfeld. Was man selbst, allein oder im gewohnten Umfeld nicht hinbekommt, dabei hilft der Personal Trainer. Wir wissen zwar, wie es geht und wissen auch, was richtig ist, aber zu viel hält uns davon ab, das Richtige zu tun. Was wir aus dem Privaten kennen, ist längst schon in der Business-Welt angekommen. Die Markenverantwortlichen schaffen es nicht und kommen nicht dazu, die Marke so zu pflegen, dass es dieser auf lange Sicht gut geht. Zu viel. Zu schnell. 80% des Tages kommt man zu allem anderen. Aber nicht zudem, was nötig wäre. Man hört sich Probleme an. Und man ist voll und ganz damit beschäftigt, einen Brandherd nach dem anderen in den Griff zu bekommen und zu löschen. Aber was wichtig wäre, dazu kommt man kaum bis gar nicht. Zudem fressen endlos lange und viele Meetings einem die letzte Zeit und die letzten Nerven. Was tun? Zusehen, wie einem die Marke auf der einen Seite den Bach herunter geht. Oder zusehen, dass einem alle den Kopf herunter reißen, wenn man sein Daily Business nicht abgewickelt bekommt. Patt Situation nennt man das. Man kommt nicht zu dem, was man eigentlich tun sollte. Man hat zwar gute Gründe, aber was hilft das einem. Die Lösung auch hier, könnte ein Personal Brand Trainer sein. Der von außen kommend sich innen einmischt. Zeit schafft. Platz schafft. Dinge anstößt. Recherchiert. Vorbereitet. Nachdenkt. Ausdenkt. Weiter denkt. Der die Marke pflegt. Fördert. Weiter entwickelt. Der die Marke im idealen Lebensmittelpunkt hält. Der alles das macht, wozu man selbst nicht kommt. Und einen somit frei schaufelt. So dass die Verantwortlichen in den Unternehmen die Zeit und Muße haben, mehr und mehr sich wieder mit den wichtigen und richtigen Dingen zu beschäftigen. Ein neuer Job wäre geboren. Der Personal Brand Trainer. Der Mann oder die Frau, welche die Marke hoch hält. Weil er persönlich involviert ist und alle mitnehmen und mitreißen kann. Weil er alle immer und immer wieder abholen kann. Denn dem Marketing geht es mittlerweile wie im Umgang mit Diäten. Am Ende erwartet einen ein noch dickeres Ende. Somit muss man weg von diesen Plänen, die man ohnehin nicht ein- und durchhält. Oder die nur kurze Zeit von Wirkung sind. Einseitige Ernährung sowie einseitiges Agieren führt eben nicht zum Ziel. Aber mit der Integration einer solchen Position könnten Marken wieder zurück in die gewünschte Fahrrinne gelangen. Mal sehen, welches Unternehmen als erstes damit anfängt?
Der Personal Brand Trainer Geschrieben von Christof Hintze
in Marketing Denkanstöße um
07:36
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Montag, 11. August 2008Wert
Freitag, 8. August 2008Die Mauern im Kopf![]() Erneuerung und Veränderung sind nur deshalb so schwer, weil man Mauern in den Köpfen anderer Menschen überwinden muss. Nicht nur, dass man selbst hinter neue Gedanken kommen muss, die dann auf fruchtbaren Boden fallen sollten. Da hat man sich bei weitem getäuscht. Das könnte man vermeintlich denken, aber so ist dem nicht. Die Menschen halten an ihrem Glauben fest und auch an ihrem Wissen, obwohl man bei dieser Kategorie sagen kann, es ist dasselbe. Die meisten bewegen sich nur innerhalb ihrer Mauern. Allein ein Blick über die eigenen Mauern wagen nur wenige. Das haben sie gelernt. Das haben sie erlebt. So ist das, so muss das sein. Menschen, die mit Verlust, Frust und Scheitern im Laufe eines Lebens konfrontiert wurden und aus allem gut rausgekommen sind, die haben gelernt und erlebt, dass die Dinge sich ständig verändern und erneuern. Und wenn man es nicht selbst vorantreibt, dann macht es ein anderer. Glauben kann das solange keiner, bis es passiert. Und dann behaupten alle, dass dies doch keiner ahnen konnte. Doch - aber das interessiert dann keinen mehr. Das Schiff sinkt und die Verantwortlichen wechseln trockenen Fußes die Brücke. Um einen Erfahrungsschatz reicher. Die Veränderung ist manchmal so offensichtlich, weil die Umstände sich so drastisch verändern, dass man von Fahrlässigkeit sprechen muss. Aber den Vorwurf soweit entkräften kann, dass die Unzurechnungsfähigkeit sicherlich sofort bescheinigt wird. Wie konnten wir das wissen? Wie sollten wir das wissen? Und wenn wir es gewusst hätten, was hätten wir denn tun sollen? Neue Wege gehen. Eigene Wege gehen. Erfolg basiert auf der immer selben Ausgangsposition. Jemand geht einen anderen und/oder andersartigen oder gänzlich neuen Weg. Die Summe der Erfindungen ist wesentlich geringer, als man gemeinhin annimmt. Die Summe der Innovationen, also der Erneuerung von etwas Bekanntem, ist wesentlich größer. Ich würde mal sagen 99% zu 1%. Wenn also die Erfindung ein Glückstreffer ist, ein nicht planbarer und zu vernachlässigender Faktor ist, der kommt, wann er will, wo er will und wie er will, dann ist die Innovation ein probates Mittel, erfolgreich zu sein. Vor allem in dem Zeitraum ohne maßgebliche Erfindung. Es gibt außerordentlich erfolgreiche Beispiele, bei denen die Veränderung und Erneuerung von manifestierten Mauern, das Schlachten von heiligen Kühen genau den Weg geebnet haben, der auf direktem Weg zum Erfolg führte. Diesem Weg muss man folgen. Aber nicht den anderen hinterher, sondern man muss seinen eigenen Weg gehen. Vor allem da, wo es nicht weitergeht. Ändert die Richtung. Ändert den Weg. Denn auf neuen Wegen kommen einem neue Chancen entgegen. Auf alten Wegen ist das ausgeschlossen. Die werden nur breiter und ausgetretener. Warum auf ein Wunder warten, wenn man es selbst verändern kann? Nicht das Problem weiter, mehr und teurer bekämpfen, umgehen oder übergehen sondern einfach einen neuen Lösungsweg auftun. Erfolg ist die Summe der richtig getroffenen Entscheidungen. Misserfolg ist somit das Ergebnis von falsch getroffenen Entscheidungen.
Die Mauern im Kopf Geschrieben von Christof Hintze
in Management Denkanstöße um
09:12
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Donnerstag, 7. August 2008oberhachinger
oberhachinger Geschrieben von Peter von Felbert
in Deutschland ein Sommermärchen um
17:09
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Donnerstag, 7. August 2008Bernali 2008. Schön war´s![]() Vor ca. zwei Monaten saßen wir mit Freunden beim Grillen zusammen und kamen auf die Idee, ein großes Sommerfest zu veranstalten. Gesagt – getan. Zwei Monate später am 2. August war es so weit. Ab 17.00 Uhr trafen die ersten Gäste ein. Das Thema war „Italien“. Aus gutem Grund, denn der Schlagzeuger Christof [Anmerkung der Redaktion: Nicht ich, sondern ein anderer Christof] spielt in einer italienischen Band – Corpus delicti. Somit war für einen Höhepunkt schon mal gesorgt. Der zweite Grund war das Gartenkino danach: Fahrraddiebe, von Vittorio de Sica aus dem Jahr 1949. Alle Gäste sollten etwas italienisches zum Essen mitbringen. Wir haben nur für einen Grundstock gesorgt, für die Getränke. Fast alles aus Italien. Außer der Rosé, der kam aus guten Gründen aus Spanien. Denn er ist unser Sommerwein des Jahres 2008 und nicht ganz unbeteiligt an der Entscheidungsfindung, ein Fest zu veranstalten. Der 2. August ist natürlich so ein stark umworbener Termin, dass viele schon anderweitig verplant waren. Aber es haben immer noch genug zugesagt, so dass man es auch ruhigen Gewissens ein Gartenfest nennen darf. Somit füllte sich das italienische Buffet ab 17.00 Uhr, bis der Tisch überquoll. Lecker. Lecker. Lecker. Es war schon beeindruckend, wie viel Mühe sich alle gegeben haben, so dass ihre Schüsseln, Tafeln, Bretter und Teller nachher blitze blank waren. Ein großer Genuss. Zwei haben es sich nicht nehmen lassen, für einen exzellenten Espresso zu sorgen. Dafür schleppten sie alle Utensilien an, von der Maschine über das Mahlwerk und dem Espresso bis hin zur Milch. Somit verwöhnte eine Espresso Bar die Gäste. Zwei weitere Gäste haben eigene Kunstwerke ausgestellt in Form von Bildern und Fotografien. Was neben der Musik und dem Film den kulturellen Rahmen mehr als abrundete. Man war förmlich umgeben von schönen Gedanken, Gerüchen und Gefühlen. Ich kann mich nicht erinnern, so viel in meinem Leben über das Wetter gefragt worden zu sein und selbst darüber sinniert und mich ständig informiert zu haben. Obwohl mein Gefühl mir immer sagte, dass es ein fantastisches Wetter sein würde. Und so kam es auch, wie bestellt. Somit hatten zwei Familien ihre Familie, Freunde und sehr gute Bekannte geladen. Darum konnte ich es mir nicht nehmen lassen, eine Ansprache als der „Pate“ zu halten. Die Band hat alle begeistert. Der Film war nicht so leicht für alle zu verdauen. Aber das war mir vorher klar. Kultur ist immer auch ein Stück weit Überwindung, Auseinandersetzung und auf so einem Fest steht da nicht jedem der Sinn nach. War mir aber egal. Lustiger Weise haben viele Kinder den Film von Anfang bis Ende gesehen, was mich wiederum sehr gefreut hat. Denn somit haben diese einen Film gesehen, der zweifelsohne zu den großen Klassiker gehört und auch noch eine Botschaft bzw. eine Moral in sich trägt. Ich liebe diesen Film. Ungefähr 30 Kinder sausten, rasten, sprangen, hüpften und schritten durch den Garten, die man aber so überhaupt nicht bemerkte, weil diese so beschäftigt waren, dass auch die Eltern einen Abend frei hatten, obwohl die Kinder nur einen Katzensprung entfernt waren. Es war eine wunderbare Stimmung der Gemeinsamkeit. Der Garten, das Licht, das Wetter, alles kam zusammen zu einem wunderbaren Arrangement. Es ging bis in die frühen Morgenstunden. Und dann war alles vorbei. Schade. Schön war´s.
Bernali 2008. Schön war´s Geschrieben von Christof Hintze
in Menschen um
07:45
Kommentar (1) | Trackbacks (0) Montag, 4. August 2008Da steht ein Ginkgo im WaldMitten im Wald meines Gartens steht ein Baum. Um ihn herum stehen viele Bäume, die in seiner unmittelbaren Gegenwart keiner weiteren Beschreibung bedürfen. Nur für ihn wurde ein direkter Weg angelegt. Der wie gesagt, auf direktem Weg zu ihm führt. Zu ihm - dem Ginkgo. Der Baum fällt einem zuerst auf, weil seine Blätter eine ungewöhnliche uns fremde Form haben. Sie sehen aus wie die Schwanzflosse eines Walfischs. Der Baum steht seiner Größe nach schon eine Weile hier. So ca. 50 Jahre. Er ist für einen Ginkgo ziemlich groß. Damit er weiter wachsen kann, habe ich ihm Raum geschaffen. Rundherum mussten Äste und andere Bäume weichen. Nun kann er atmen und seine Äste in alle Himmelsrichtungen ausstrecken. Der Ginkgo ist ein mystischer und magischer Baum. Er soll heilende Kräfte besitzen und er ist im Ursprung ein sehr, sehr alter Baum. Er hat irgendwann, vor über 50 Jahren, eventuell mit dem Schiff den wochenlangen Weg von Japan an diesen Ort gefunden. Die Geschichte, die ihn umgibt, lässt ihn für den Betrachter gleich in einem anderen Licht erscheinen. Obwohl keiner so recht weiß, was es mit dem Ginkgo so auf sich hat, ringt er allen Betrachtern eine gewisse Bewunderung ab. Man kann sagen, wenn der Goldfisch im Teich der tierische Höhepunkt des Gartens ist, dann ist zweifelsfrei der Ginkgo der botanische Höhepunkt des Gartens. Zudem steht er auch ziemlich genau in der Mitte. Sicher nicht ohne Grund. Anmerkungen: 1. Zum Jahrtausendwechsel erklärte das „Kuratorium Baum des Jahres“ Ginkgo biloba zum Mahnmal für Umweltschutz und Frieden und zum Baum des Jahrtausends. 2. Dieses Baumes Blatt, der von Osten Meinem Garten anvertraut, Gibt geheimen Sinn zu kosten, Wie's den Wissenden erbaut, Ist es ein lebendig Wesen, Das sich in sich selbst getrennt? Sind es zwei, die sich erlesen, Daß man sie als Eines kennt? Solche Frage zu erwidern, Fand ich wohl den rechten Sinn, Fühlst du nicht an meinen Liedern, Daß ich Eins und doppelt bin? Der Brief mit dem Gedicht, dem Goethe zwei Ginkgo-Blätter beilegte, ist heute im Goethe-Museum Düsseldorf zu sehen. 3. Das Ginkgoblatt stellt aufgrund seiner Form ein Sinnbild der Freundschaft dar.
Da steht ein Ginkgo im Wald Geschrieben von Christof Hintze
in Paradigmenwechsel um
10:28
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Freitag, 1. August 20085 Fragen - eine AntwortWir können uns hören, aber verstehen wir uns auch? Die Qualität der Kommunikation nimmt ab und die Quantität wird weniger. Die gegenseitige Anerkennung und Bewunderung bleibt sukzessive aus, denn wir haben Angst, den anderen zu übervorteilen. Und glauben gelernt zu haben, dass es besser sei, nicht als erster emotional zu werden. Wir denken, Gefühle zeigen ist eine Schwäche. Die Gemeinsamkeiten kann man immer weniger gemeinsam erleben. Gemeinsamkeiten mutieren zu Einsamkeiten. Der Wert unserer Verbundenheit nimmt Schaden. Der Umgang miteinander wird unverbindlicher und aggressiver.
5 Fragen - eine Antwort Geschrieben von Christof Hintze
in Human Marketing um
08:35
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Donnerstag, 31. Juli 2008SichtweisenDieses Foto hat mein 5-jähriger Sohn gemacht. Er hat seit einiger Zeit eine alte Digicam von mir und macht jetzt ständig von allem Fotos. Irgendwann war der Chip voll. So habe ich die Bilder von der Kamera herunter geladen und dabei dieses Foto entdeckt. Es zeigt mich vertieft in der Arbeit. Ich habe es nicht bemerkt, als er das Foto gemacht hat, weil ich im Kreativtunnel war. Da bekommt man von der Außenwelt nur wenig bis gar nichts mit. Beim Anblick dieses Bildes ist mir noch mal klar geworden, wie unterschiedlich Wahrnehmung funktioniert. Diese Szene habe ich bewusst nicht mitbekommen. Aber mein Sohn. So sammelt mein Sohn wie jeder andere Mensch Sichtweisen, die nur der Einzelne so wahrgenommen hat. Das muss man berücksichtigen. Unsere eigene Wahrnehmung hat keinerlei Allgemeingültigkeit sondern ist so individuell, wie das Individuum selbst. Die meisten Menschen gehen davon aus, dass ihre Wahrnehmung genau diejenige ist, welche der entspricht, die alle zum Großteil haben. Das ist ein kompletter und großer Irrtum. Viele Milliarden von anderen, unterschiedlichen, andersartigen Aspekten von der Schwangerschaft bis heute stehen dem gegenüber. Genau diese Einstellung zeigt die Überheblichkeit und die Arroganz mit der wir glauben, Recht zu haben. Wir können nicht mit den Augen anderer Menschen sehen. Und wenn würde uns das nichts bringen, denn wir würden nur das sehen, was wir sehen können, wollen und sollen. Mit dem Hören, Schmecken und allem anderen verhält es sich gleich. Somit beruht Kommunikation auf einigen wenigen Aspekten, die von allen gleichermaßen verstanden werden. Alles andere funktioniert nur schwer bis gar nicht. Primär-Aspekte der Kommunikation sind gleichzusetzen mit Primär-Bedürfnissen. Und die heißen nicht ABS, Airbag, MMS oder wie auch immer man uns mit sinnlosen Botschaften konfrontiert und gleichermaßen bombardiert. Es sind Aspekte wie Freiheit, Unabhängigkeit, Sicherheit, Wohlstand, Glück, Zufriedenheit, Liebe, Freundschaft und einiges mehr. Somit kann man sich viele Worte und viel Geld sparen, wenn man sich auf das Wesentliche konzentriert und reduziert, das was bei Menschen wirklich ankommt. Gefühle, die sich positiv auswirken. Mit Argumenten kann man keine Gefühle wecken. Wer jedoch die richtigen Gefühle auslöst, der braucht nicht mal Argumente. Also, Kommunikation ist eine Frage der Sichtweise. Und die ist für alles andere als Primär-Bedürfnisse nicht einwandfrei bis gar nicht zu beantworten.
Sichtweisen Geschrieben von Christof Hintze
in Marketing Lektion um
07:56
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Mittwoch, 30. Juli 2008Business-Posing
Business-Posing Geschrieben von Christof Hintze
in Management Denkanstöße um
07:56
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Dienstag, 29. Juli 2008Energie Lange stand da im Blog als Entwurf ein Beitrag über das Wort „Energie“. Doch die eigene gewählte Beschreibung des Begriffs gefiel mir nie. Die Dimension, die eigentliche Größe, das unglaubliche Wirkungsfeld von Energie kam nie so richtig rüber. In meinem Verständnis ist Energie alles. Da, wo Energie durch einen Körper fließen und strömen kann, zwischen zwei Menschen, oder Gruppen, da ist so gut wie alles möglich. Energie fließt aber auch zwischen dem Pianist und seinem Flügel, dem Gärtner und seinen Blumen, dem Fisch und dem Koch. Energie fließt zwischen allem. Allem? Nein, oft wird diese gebremst, muss durch einen Flaschenhals oder kommt ganz zum erliegen. Wenn Energie nicht oder nur schwer fließt, dann kommt dabei nichts raus. Wenn man in der Stadt ist oder zwischen den Bergen, dann kann man spüren, wie wenig Energie auf versiegelten Flächen fließt und wie viel auf unversiegelten Flächen, wie in den Bergen, auf einem See oder am Meer. Energie treibt uns an. Die Lust, die Motivation, die Intuition, die Kraft, die Ausdauer, alles wird maßgeblich gesteuert durch die Energie. Unsere Welt, in der wir leben, ist oft ohne Energie. Wenn ich nur an diese toten Konferenzzimmer denke. An diese ebenso toten Meetings. An Büros. Wir sind ständig an Orten, an denen Energie überhaupt nicht fließen kann. An Orten, an denen alles zum Kraftakt wird. Die kleinsten Aufgaben kann man nur mit großen Mühen bewältigen, weil einfach die Energie fehlt. Alles andere zieht einen zusätzlich runter. Und wenn man dann noch Energiediebe in seinem Umfeld hat, wird es mehr als kritisch. Mir haben diese Umfelder spürbar nicht gut getan. Und dabei sollen am Ende des Tages Menschen und Unternehmen davon profitieren, wie gut meine Ideen funktionieren. Dabei ist denen natürlich egal, wie energetisch mein Umfeld ist. Schaut ja auch keiner in die Küche eines Restaurants, um zu sehen, was für ein ideales Umfeld sich der Koch geschaffen hat, um gut kochen zu können. Irgendwann wird einem klar, dass man für diese wichtige Energie selbst sorgen muss. Man muss sich Orte suchen, Menschen, Umfelder, Aufgaben, Zeiten, die voller diese Energie sind. Wo die Funken nur so sprühen. Aus dem Grau des Alltages muss eine bunte Welt werden. Wer nun denkt, dass ist ja toll und einfach, der wird sich wundern, wie sehr andere neidisch auf einen sind, wenn man sich dieses Umfeld, diese Umwelt schafft. Wer anfängt, sich Freiheiten zu schaffen, damit die so wichtige Energie überhaupt in positive Ergebnisse fließen kann, der muss ständig Widerstände überwinden, denn die meisten Menschen wollen lieber Leidensgenossen um sich herum haben, die in derselben Tretmühle sind wie sie selbst. Wer sich befreit, um sich überhaupt in den Zustand zu versetzen, gut zu sein und besser zu werden, der fängt an gegen Hindernisse zu kämpfen. Man gönnt sich die Energie nicht. Die Freiheit. Die Unabhängigkeit. Obwohl doch der Erfolg und das Ergebnis davon abhängig ist. Ich habe das früh gespürt und früh erkannt. Darum bringe ich mich so oft es sein soll und muss in Umfelder und in eine Umwelt, in der ich auftanken kann. In der die Luft brennt. Damit ich das erzielen kann, worauf es ankommt - Erfolg.
Energie Geschrieben von Christof Hintze
in Balance Marketing um
09:34
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Montag, 28. Juli 2008Ich bin Bahn-Fan
Ich bin Bahn-Fan Geschrieben von Christof Hintze
in Balance Marketing um
08:14
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Sonntag, 27. Juli 2008st. gotthardt passstrasse
st. gotthardt passstrasse Geschrieben von Peter von Felbert
in Berge um
15:40
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kommentare:
So, 10.08.2008 13:37
Liebe Birgit, lieber Christof , vielen lieben Dank für dies es schöne Somm [...]Kommentare ()
Sa, 19.07.2008 21:50
schöner artikel,mir geht es ge nausoKommentare ()
Mi, 16.07.2008 11:14
Word Of Mouth Marketing ist ab er auch nur die 2te Stufe der normalen Werbu [...]Kommentare ()
Di, 24.06.2008 18:07
das ist eine schoene auftaktge schichte fuer die serie: neues aus meinem ga [...]Kommentare ()
Fr, 20.06.2008 18:55
Hammer hart. super - weiter so