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Mittwoch, 23. Juli 2008Vollkontakt mit der VergangenheitManchmal passiert es. Da wird man auf einmal voll mit seiner Vergangenheit konfrontiert, wenn sich jemand von damals meldet und das so ca. 20 Jahre her ist. Dann muss man erst mal nachdenken. Was war damals. Wie war es. Und was ist alles heute. Und man bemerkt schon beim überfliegen der letzten 20 Jahre, wie sehr der Mensch heute ein anderer ist als der von damals. Der Vorteil beim Kontakt per Mail und Telefon ist, dass man sich nicht sieht. Somit fällt das äußerliche Altern und der körperliche Verfall weg. In meinem Fall bin ich darüber nicht ganz unglücklich. In der Vergangenheit war alles schöner. Das abgleichen mit der Realität ist nicht leicht. Was hatte man doch für Träume, für Vorstellungen, Einstellungen und Meinungen. Die Welt lag noch vor einem und zu Füßen. 20 Jahre später sieht das anders aus und fühlt sich anders an. Die Zeit hat Spuren hinterlassen. Vieles hat sich nicht bewahrheitet und nicht erfüllt. Wenn man so einen Zeitsprung macht, erschrickt man vor sich selbst. Wie man damals drauf war. Welchen Eindruck man auf Menschen gemacht hat. Der Spiegel, in den man schaut, ist für die Länge des Gespräches 20 Jahre jünger. Das ist nicht immer ein gutes Gefühl. Denn es verrät einem auch, was alles anders gelaufen ist. Was absehbar war und man nicht in der Lage war zu verändern und zu verhindern. Die vielen verpassten Chancen. Aber auch das große Glück, das man hatte. Wenn einen die Vergangenheit mal einholt, dann kommen alte Gefühle wieder hoch. Will man das? Die Konfrontation mit damals ist zwar sehr bewegend, aber nicht nur schön. Zwei Leben laufen unabhängig voneinander weiter. Und plötzlich treffen sie noch mal aufeinander. Natürlich versucht man, seinen Lebensweg und sein Lebenskonzept unter ein gutes Licht zu stellen. Aber man bemerkt schon während des Gesprächs, das man der Versuchung nur schwer widerstehen kann, dem anderen auch was zu verkaufen. Warum nur? Ist doch alles ganz gut gelaufen. Nach einer so langen Zeit vergleicht und bewertet man. Schade eigentlich. Man ist so damit beschäftigt, einen guten Eindruck zu hinterlassen, dass man über die Oberflächlichkeit nicht hinweg kommt. Was soll man auch erzählen nach 20 Jahren? Was interessiert mich an einem Menschen, den ich 20 Jahre nicht erlebt habe. Das Schöne ist, dass jemand nach einem Ausschau gehalten hat. Nach einem gesucht hat. Das ist irgendwie ein schönes Gefühl. Da hat sich jemand an einen selbst erinnert. Und man würde ja nicht Kontakt suchen, wenn die Erinnerung der Horror wäre. Das schmeichelt einem. Aber die spürbare Distanz der 20 Jahre ist schwer zu durchdringen und zu überwinden. Das ist eigentlich schade. Man bemerkt, dass einem jetzt die Gemeinsamkeiten fehlen. Und die, die es gab, liegen lange zurück. Die fehlende Kommunikation steuert ein weiteres nicht erquickliches Moment bei. Man trifft jemanden wieder, aber irgendwie beginnt es fast bei Null. Ist schon seltsam, wenn einem die Vergangenheit so unerwartet einen Besuch abstattet. Das wird mich sicher noch eine Zeit beschäftigen - bis der aufgewirbelte Staub der Vergangenheit sich wieder gelegt hat.
Vollkontakt mit der Vergangenheit Geschrieben von Christof Hintze
in blue notes um
07:40
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Montag, 21. Juli 2008PositivWas für ein schönes und wichtiges und gutes Wort. Seit HIV hat es in der öffentlichen Wahrnehmung eine Verschiebung in der Bedeutung bekommen. Aber grundsätzlich ist es ein sehr schönes Wort. Wie schön ist das, wenn einem die Persönlichkeit diese Grundeinstellung mit auf den Lebensweg gegeben hat. Positiv den Dingen begegnen. Positiv denken und handeln. Und andere Menschen an dieser schönsten aller menschlichen Energien teilhaben lassen. Na sagen wir mal zweitschönsten. Man wacht eben anders auf. Man schläft anders ein. Man schläft anders. Der Tag fühlt sich völlig anders an, wenn man eine durchweg positive Einstellung hat. Aber wie gesagt, keine künstliche, sondern eine, die dem Inneren entsprungen ist. Aufgesetztes positives Verhalten ist wie ein Kartenhaus, kaum kommt Bewegung in die Sache, stürzt es ein. Positive Menschen haben das Privileg und die Verantwortung, andere mitzunehmen. Nicht zu viele. Sonst leidet diese wunderbare Kraft. Es muss immer wieder Zeit bleiben, den Tank wieder aufzufüllen. Man kann nicht endlos Energie an andere abgeben, ohne dass dies auf Dauer folgenschwere Schäden mit sich bringen würde. Das ist so, als ob man mit seiner eigenen Körperwärme kaltes Wasser in einem Bottich aufwärmt. Irgendwann kühlt man so aus, dass man raus muss, um selbst wieder Wärme zu tanken. Und erst dann kann man wieder in den Bottich steigen. Würde man länger bleiben, würden der Körper und die Psyche Schaden nehmen. Und davon hat niemand etwas. Man muss positiven Menschen auf Grund ihres großen Wirkungsgrades immer diese Möglichkeit einräumen. Sonst geht diese Energie verloren. Und es ist nicht mehr oder weniger die schöpferisch leistungsfähigste Kraft, die der Mensch aufzubieten hat. Darum bin oft verwundert, wie sehr gerade positive Menschen belastet werden. Wie sehr man sich an ihrer Energie bereichert, anstatt sorgsam damit umzugehen. Es ist mehr ein parasitäres Verhalten. Man entzieht solange jemandem die positive Energie, bis dieser unbrauchbar wird. Und an seine Stelle tritt einfach der nächste. Damit gibt es wesentlich weniger von diesen besonderen Menschen. Was das Stimmungsbild erklärt, auf das man oft und überall trifft.
Positiv Geschrieben von Christof Hintze
in Balance Marketing um
19:21
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Freitag, 18. Juli 2008Ja wo laufen Sie denn?Orientierung in Zeiten wie diese ist nicht so einfach. Vor allem wirtschaftliche. Der Kompass des gesunden Menschverstandes dreht sich wie wild im Kreis. Nichts scheint mehr normal. Nach platzen der New Economy Blase dachte man, wir wären für Jahre geheilt und würden unkalkulierbaren Risiken aus dem Weg gehen. Dem ist offensichtlich nicht so. Nun hat nicht die Börse völlig überdreht, sondern die Banken. Jeder ist mal dran, so scheint es. Und die Banken wollten da nicht hinten anstehen. So haben Sie auf der Jagd nach den noch besseren Geschäften Dinge getan, die man als Bank nicht tun sollte. Gutgläubig wie Banken nun mal sind, mussten Sie ja davon ausgehen, dass Ihnen so etwas, wie allen anderen nicht passieren kann. Zudem die Besten eines jeden Finanzmarktes die Spitzen dieser Häuser erklommen haben. Und siehe da - falsch gedacht und noch schlimmer gemacht. Ich möchte an dieser Stelle gar nicht die inhaltlichen Fehler aufführen oder die Berge von Summen, die sich da angehäuft haben. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass diese Bankenkrise ein weiterer Beweis dafür ist, dass der Mensch zu rationalen Entscheidungen nicht fähig ist. Wie viel Beweise braucht es denn noch, dass wir alles Wichtige Menschen anvertrauen, welche hoch qualifiziert sind. Damit diese einen kühlen Kopf bewahren, wenn es ans Eingemachte geht. Und genau diese zeigen, wenn es darum geht, dass sie dazu nicht fähig sind. Und auch nicht bereit. Es sind halt doch nur Menschen, die menschlich reagieren und agieren. Diese Bankenkrise zeigt eindeutig, dass wir uns besser auf unsere Intuition und unsere Emotionen verlassen. Das heißt nicht, dass solche Bauchlandungen nicht mehr vorkommen, aber in Zukunft wundern wir uns nicht mehr darüber. Der andere Nebeneffekt ist auch nicht von schlechten Eltern. Die Controller unter meinen Bloglesern werden sich jetzt die Hände reiben. Wer die größte Scheiße anrichtet, braucht sich nicht wundern, wenn man vor dem Komma, beim Gehalt ein paar Stellen streicht. Und erfolgsabhängige Bezüge einen weiteren Faktor hinzubekommen, misserfolgsabhängig. Schaut Euch mal an, wie es Steve Jobs von Apple macht. Der bekommt offiziell 1 Dollar Gehalt, aber hat sich eine winzige Gewinnbeteiligung in seinen Vertrag schreiben lassen. Eine, die ihm jedes Jahr über 300 Millionen in seine private Schatulle spült. Mit Recht. Denn er hat es verdient. Wo ist das Risiko für die Bänker, die dafür verantwortlich sind? Da ist keines, darum ist der Schaden ja so groß. Wenn es nur 5 Dollar pro verlorene Million gekostet hätte, dann wäre das sicher nicht passiert. Denn beim eigenen Geld hört der Spaß bekanntlich auf.
Ja wo laufen Sie denn? Geschrieben von Christof Hintze
in Spontaneitäten um
09:00
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Donnerstag, 17. Juli 2008Ein himmelweiter UnterschiedNicht verlieren wollen. Oder unbedingt gewinnen wollen. Nicht versagen wollen. Oder unbedingt den Erfolg heraufbeschwören. Es sind unterschiedliche mentale Einstellungen, mit denen alle zu einem Ziel gehen. Leider werden die meisten von der Befürchtung begleitet, hoffentlich geht das nicht daneben. Anstatt mit dem guten Gefühl anzutreten, das wird wunderbar funktionieren. Dabei geht es nicht um den Entzug von Realität, dem Ausweichen von Gefahren sondern unter welchem Stern, welcher Chemie, welchem Klima, welcher Motivation man zu einem Ziel geht. In unserer Welt, in der das Risiko, die Kosten, die Schwächen und auch alles andere Negative mehrheitlich im Vordergrund stehen, ist es umso schwerer, alle vom Gegenteil zu überzeugen und mitzureißen. Die Gefahr, die Befürchtung und die Mutlosigkeit sind an der Tagesordnung. Man will das 1:0 über die Zeit retten, mit dem immer selben Ausgang. Wer gewinnen will, hat einen großen Vorteil, wer nicht verlieren will einen großen Nachteil. Letztendlich sind das aber beides nur Einflüsse, die nicht wirklich etwas über den Ausgang aussagen, aber stark die Tendenz beeinflussen können. Und zudem viel über die Qualität verraten. Wer von der Hoffnung beseelt ist, gewinnen zu wollen und zu können, erfolgreich zu sein, der ist schon mental allen anderen weit voraus. Jetzt muss die Fähigkeit und die Bereitschaft, das qualitativ in die Tat umzusetzen, nur noch folgen. Das ist nicht zu unterschätzen. Denn viele mit der richtigen mentalen Einstellung haben vergessen, die Sache um die es geht zu beherrschen. Wiederum haben andere die Sache perfekt im Griff, aber mental die völlig falsche Einstellung. Also, das eine geht ohne das andere nicht. Man trifft immer öfter Menschen, denen es an der richtigen Einstellung fehlt. Die besuchen dann entsprechende Seminare und trotzdem verändert sich signifikant nichts. Weil das eben nur die halbe Wahrheit ist. Man muss das Handwerk schon beherrschen. Nur Chaka-Chaka hilft nicht wirklich, eher gar nicht weiter. Außer einer kleinen kurzfristigen mentalen Welle, die schnell wieder im Sande verläuft, bleibt nichts. Aber wenn die sachbezogenen Qualitäten auf die richtige Einstellung treffen, ist viel mehr bis alles möglich. Nur wie gesagt, keine oft aufzufindende Konstellation in unserer Gesellschaft. Da fehlt es vermehrt an der richtigen Einstellung und zunehmend auch an der Qualifikation. Dieses Leben „light“, das viele führen, verführt auch viele, alles mal so nebenbei zu machen. Im Handstreich sozusagen. Der Hang zu einer gewissen Oberflächlichkeit bleibt da nicht aus. Dies stößt über kurz oder lang eine große Tür für alle diejenigen auf, die von der Qualität, der besten Beschaffenheit und der ständigen Lust getrieben sind, die eigenen Fähigkeiten immer wieder zu verbessern.
Ein himmelweiter Unterschied Geschrieben von Christof Hintze
in Management Denkanstöße um
07:54
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Mittwoch, 16. Juli 2008WeiterMach weiter. Weiter. Immer weiter. Nicht erst seit Titan Oli Kahn gilt: It´s not over – till it´s over. Vor dem Hintergrund, dass ohnehin fast alles Zufall, Glück, Fügung und Schicksal ist, ist es von großem Vorteil, wenn man immer weiter macht. Ob man Zeit hat oder keine. Ob man Geld hat oder keines. Ob einem Inspiration, Kondition oder was auch immer fehlt. Das ist völlig egal. Weiter. Hinterm Horizont geht es bekanntlich weiter, singt schon Udo Lindenberg. Ich bin überzeugt, dass alle Begabung und alles Talent nichts wert ist, wenn man die Flinte zu schnell ins Korn wirft. Die meisten stocken. Bleiben stehen. Weichen zurück. Hören auf. Ändern die Richtung. Dabei waren sie näher dran, als sie glaubten. Sie waren auf dem richtigen Weg und sind umgekehrt. Wie tragisch. Wie traurig. Unglaublich viele schlechte Ideen sind erfolgreich geworden, nur weil jemand weiter als andere ging. Immer weiter. Es gibt unzählige Beispiel über Errungenschaften der Menschheit, bei denen man sich ehrlich fragen muss, wie konnte sich das bloß durchsetzen. Ganz einfach - weil jemand bereit und fähig war, weiter und weiter zu machen. Das ist der Stoff, aus dem die Wirklichkeit entsteht. Die meisten haben mal eine Idee und wenn die nicht sofort funktioniert oder auf schnellstem Weg zum Schotter führt, dann wird gleich auf das nächste Pferd gesetzt und umgesattelt. Weiter machen ist natürlich kein Garant für den sicheren Erfolg. Aber es der einzige Weg, damit Erfolg überhaupt möglich wird. Persönlich empfundener Erfolg. Echter Erfolg. Weiter machen klingt leichter gesagt als getan. Weil man nie einschätzen kann, wann man wirklich ankommt. Oli Kahn wollte in seinem Leben eine Sache erleben: Weltmeister werden. Bei allen Erfolgen, die er dabei eingesteckt hat, war das immer sein zentrales Ziel. Er hat es nicht erreicht und wird es als Spieler auch nicht mehr erreichen. Rückblickend bleibt nur festzuhalten, dieses Ziel, dass er nie erreicht hat, hat ihm alles andere ermöglicht. Und so geht es vielen, die mit der Begabung gesegnet sind, weiter und weiter zu machen und zu gehen. Bleibt Herr Kahn nur zu wünschen, dass er nicht darüber verzweifelt, dass einzige wahre Ziel in seinem Leben nicht erreicht zu haben. Dafür aber viel, viel mehr. Somit ist der Vorteil von Menschen, die weiter und weiter machen, dass diese genau mit dieser Einstellung die große Chance habe, grundsätzlich mehr zu erreichen und zu erzielen, als alle anderen. Also, weiter geht´s. Dienstag, 15. Juli 2008Mit dem Gewissen vereinbarenWas für eine seltsame Redewendung. Kann man das mit seinem Gewissen vereinbaren. Und wenn nicht? Und wenn doch? Und wenn ich nicht genau weiß, ob oder ob nicht? Und wenn mein Gewissen sich verändert und eine Entscheidung rückblickend in einem ganz anderen Licht erscheint. Zweifelhaft. Gewissensentscheidungen sind zweifelhaft. Man stelle sich mal die Moralvorstellung 1940 vor. Oder die 1970. Geschweige die moralischen Vorstellungen im Jahre 2000. Ob man alleine lebt. Oder später mit einer ganzen Familie. Wo man lebt ist auch nicht ganz unwichtig. Ich glaube, da liegt der Hase im Pfeffer, wenn ich diese Gewissenfrage stelle, gestellt bekomme oder andere diese gestellt bekommen. Ich kann doch nicht mein Leben lang dieselben Entscheidungen treffen. Allein schon, wenn man bedenkt, wie rot man mit 17 war und wie sehr sich die Farbe im Laufe eines Lebens verändert. Was ich für Musik mit 25 gehört habe und was ich heute höre. Alles verändert sich. Aber mein Gewissen soll dasselbe tun, ein Leben lang versuchen, eine moralisch richtige Entscheidung zu treffen. Das ist absurd. Dann würde man ja nie wichtige Grenzen überschreiten, um daraus wichtige und ebenso unwichtige Erkenntnisse ableiten zu können. Das Leben entlang dem guten Gewissen könnte ein Leben in der totalen Langeweile sein. Ein Leben ohne Mut, ohne Risiko. Und das schlimmste, ein Leben ohne Fehler. Vor allem die wichtigen großen. Das alles würde mir wirklich sehr fehlen.
Mit dem Gewissen vereinbaren Geschrieben von Christof Hintze
in Gleichgesinnte um
11:34
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Montag, 14. Juli 2008Über Wissen und AhnungDer Unterschied zwischen Wissen und Ahnen ist wesentlich größer als man gemein hin annimmt. Er ist so groß, dass fatale Fehleinschätzungen die Folge sind. Wissen wir, wie sich Hunger anfühlt? Nicht der Hunger vorm Fernseher oder der, bevor man Essen geht. Nicht der Hunger, bis das Fleisch endlich vom Grill auf dem Teller landet. Nein, ich meine den Hunger, den man hat, wenn man wirklich hungert. Wissen wir, wie sich Durst anfühlt? Nicht der Durst, wenn man vom Rad absteigt und in den Biergarten geht. Nicht der Durst nach dem Sport. Nicht der Durst, wenn man wieder vergessen hat, zwischendurch etwas zu trinken. Ich meine den Durst, der einen verdursten lässt. Wissen wir, wie sich Ungerechtigkeit anfühlt? Oder Armut? Angst? Unsicherheit? Wie es ist, ohne Freiheit und Freiheiten zu sein. Wissen wir, wie sich Krankheit anfühlt? Kennen wir den Schmerz von Verlust? Den von Trennung? Existenzangst? Wissen wir, wie es ist, wenn schlimmste Befürchtungen einen quälen? Wenn Terror einen umgibt? Wenn Willkür an der Tagesordnung ist? Wenn der Tod überall lauert? Wissen wir, wie sich katastrophales Versagen anfühlt? Oder wenn man die Grenzen überschreitet, die Grenzen der Menschlichkeit und der Ethik und die der eigenen Moral? Wissen wir, wie sich das alles anfühlt? Jeden Tag wissen mehr Menschen wie das ist, denn sie sind diesem Umstand ausgeliefert. Das weiß eigentlich jedes Kind. Was nur bedrückend ist, ist die Tatsache, dass die Menschen, die über dieses oder jenes Leid zu entscheiden haben, nicht wissen, wie es ist. Wenn Sie das wüssten, dann würden viele Umstände anders aussehen. Es ist bezeichnend, dass die meiste Kraft zur Veränderung von Menschen ausgeht, die wirklich wissen, wie es ist. Die ein Leben lang gegen ihr eigenes Trauma ankämpfen. Oder die diesem Gefühl so bedrohlich nah gekommen sind, dass sie alles dagegen unternehmen. Es ist die Distanz der Menschen und die unglaubliche Arroganz zu behaupten, zu wissen wie es ist, welche es unmöglich machen, die wirklichen Probleme einfach zu beseitigen. Solange Entscheidungen von Menschen getragen werden, die den Kontakt, die Beziehung, die Verbindung zu der eigentlichen Sache verloren haben, nie aufgebaut haben oder schon immer vermissen lassen, so lange wird es nicht besser. Denn alles, was da aus dem Elfenbeinturm heraus entschieden wird, betrifft die Entscheider nicht selbst. Und es passiert in der Regel weit genug entfernt. Wer wirklich verändern will, der muss wissen, worum es geht. Und zwar nicht im Kopf allein, sondern durch gefühltes Wissen. Spürbares Wissen. Ich muss dabei z.B. immer an Helmut Schmidt denken, der über George W. Bush einmal sagte: „Der Mann war nie im Krieg und hat nie einen miterlebt.“ Aber es gibt unzählige Beispiele, bis in die Religion, Wirtschaft, Kultur, Bildung, Gesellschaft und so weiter, die deutlich zeigen, wie viel von wie wenig Wissen um die Sache geprägt ist.
Über Wissen und Ahnung Geschrieben von Christof Hintze
in Human Marketing um
11:00
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Donnerstag, 3. Juli 2008Dienstag, 1. Juli 2008matterhoernerDas Matterhorn-Prinzip Wenn etwas unverwechselbar ist. Wenn etwas einzigartig ist. Wenn etwas die Alpha-Beschaffenheit einer ganzen Gattung ist. Wenn etwas weltbekannt ist. Wenn etwas eine spürbare Magie inne hat. Wenn etwas einen so in seinen Bann zieht. Wenn etwas so beeindruckend ist. Wenn etwas so eine Anziehungskraft hat. Wenn etwas keinem gehört. Wenn etwas da ist und niemandem die Rechte dazu gehören. Wenn etwas nicht zu schützen und zu verstecken, geschweige denn zu verbergen ist. Dann wollen alle damit vor allem eins: Geld verdienen. Montag, 30. Juni 2008gornergletscherTags für diesen Artikel: berge, eis, fotografie, gletscher, gornergletscher, schnee, schweiz, zermatt
gornergletscher Geschrieben von Peter von Felbert
in Berge um
20:20
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Montag, 30. Juni 2008Die Versuchung der Moderne![]() Wonach plane und richte ich mein Leben aus? Nach dem roten Apfel der Vergangenheit? Bei dem die Karriere und der Wohlstand, der Status, die Position und die Machtkonzentration, das Big Business im Mittelpunkt und Vordergrund steht. Bei dem materielle Sicherheiten eine wichtigere Rolle spielen als die persönliche Freiheit? Etwas darstellen. Seiner Familie etwas bieten. Sich den Respekt über den Status erringen. Oder entscheide ich mich für den grünen Apfel? Bei dem ich mich von meiner Intuition steuern lasse, bei dem meine emotionalen Wünsche deutlich im Vordergrund stehen. Bei dem ich mir die Fragen beantworte: wo will ich sein, mit wem will ich sein, wie will ich sein? Bei dem die persönlichen Interessen, Neigungen, Talente, Begabungen und Wünsche ganz klar im Zentrum aller Bauchentscheidungen stehen. Der rote Apfel bedingt den Verlust von Unabhängigkeit, gibt mir aber dafür Wohlstand und Sicherheit. Der grüne Apfel bedingt den Verlust von Sicherheit, gibt mir aber dafür Unabhängigkeit und Zeit. Beiße ich in den roten Apfel, werde ich viel Energie und Zeit investieren müssen, mit dem Glauben, an ein Ziel zu gelangen, bei dem sich das alles auszahlt. Tut es das? Hat man es irgendwann geschafft und hat man die so wichtige Zeit für sich, die Beziehung, die Kinder, die Freunde und die Familie? Oder ist das ein Trugschluss? Mich umgeben einige Menschen mit außerordentlichen Karrieren, die eins nie haben – Zeit. Deren Beziehungen zu scheitern drohen oder bereits gescheitert sind. Die ihre Kinder nur sehr selten sehen. Und wenn, fehlt ihnen einfach die Energie, sich emotional mit ihnen auseinander zu setzen. Pizza und Fernsehen. Mehr geht heute leider nicht. Es sind dies so erfolgreiche Menschen, die einen zurückrufen, wenn man sie anruft. Nur 2 oder 3 Wochen später. Sie sind immer im Meeting, abends noch im Büro oder in einem Hotel oder Flughafen auf dieser Welt. Sie ziehen für die Karriere ständig um. Somit können sie keine Wurzeln an einem Ort schlagen und sie können keine Beziehungen pflegen. Kaum sind sie angekommen, sind sie auch schon wieder weg. Dieser rote Apfel des Erfolgs soll Sicherheit bringen und Wohlstand. Tut er das? Wenn ich mich austausche mit so erfolgreichen Menschen, klingt immer die Befürchtung durch, dass morgen schon alles vorbei sein könnte. Dass sie selbst einfach austauschbar wären. Dass sie ständig das Gefühl beängstigt zu versagen und alles verlieren zu können. Das hört sich nicht sicher an, sondern unsicher. Wer in den roten Apfel beißt, sollte das alles wissen. Aus Sicht der Zahlen und numerischen Werte sieht das alles wirklich toll aus. Aber mit dem Blick auf die Gefühle und emotionalen Werte sieht das alles schon ganz anders aus. Aber wer am Anfang in den roten Apfel gebissen hat, der ist drin im System. Und so einfach und schnell kommt man da nicht raus, außer es passiert einfach. Aber nicht aus eigenen oder nur selten aus eigenen Stücken. Sie trinken teure Weine, essen in teuren Restaurants. Sie nächtigen in teuren Hotels und machen Urlaub an sündhaft teuren Orten. Sie können sich vieles, bis alles leisten. Nur eins haben sie nie – Zeit. Und da gibt es bekanntlich nur eine. Und die läuft ab. Es gibt keine zwei Zeiten, die Lebenszeit und die Arbeitszeit. Es ist ein- und dieselbe Zeit. Die auf Sicht rum ist. Der rote Apfel fordert alles. Viel Kraft, Nerven und Energie. Und vor allem sehr, sehr viel Lebenszeit. Diese Investitionen fordert er, jeden Tag. Wer das Tempo nicht mehr mitgeht, ist schnell aus dem Spiel. Wem die Kraft ausgeht ebenso. Aber am Anfang - wollte man da nicht an einem schönen Ort leben? Viel Zeit für sich haben? Für die Menschen und Dinge, die man so sehr liebt. Wollte man nicht das Leben genießen? Durchatmen. Ausatmen. Einatmen. Wollte man nicht innehalten, wenn es schön ist? Verweilen, wo man überwältigt ist? Wollte man nicht gemeinsam die wunderbaren Dinge des Lebens erleben – miteinander. Reisen. Essen. Abende. Feiern. Lachen. Spielen. So viel wollte man sehen, erleben, riechen, schmecken, hören und fühlen. Aber der rote Apfel steht dem ständig im Weg. Keine Zeit. Keine Ruhe. Später. Noch später. Zu spät. Aber der grüne Apfel bereitet einem Angst. Verlust von Sicherheit und Wohlstand. Man kann von Luft und Liebe doch nicht leben. Oder doch? Naiv. Die Rechnungen wollen bezahlt sein. Das gute Leben hat seinen Preis. Von nichts kommt nichts. Wie soll man eine Familie durchbringen, wenn man keinerlei Sicherheiten hat. Wenn der Wohlstand einen nicht dauerhaft begleitet, sondern nur mal streift. Das ist mehr als naiv, nicht die Karriere im Auge zu haben. Oder es ist ein genialer Schachzug, weil man Zeit hat. Zeit für sich. Zeit für die Beziehung. Zeit für die Kinder. Zeit für die Freunde und die Familie. Sogar Zeit für Bekannte. Zeit, Undenkbares zu erleben. Zeit zum Müßiggang. Zeit zum reifen lassen. Zeit zum überdenken. Zeit zum ausdenken. Zeit zum nachdenken. Zeit zum aussprechen und ausreden lassen. Zeit für die schönen Dinge des Lebens. So viel Zeit, dass man sich kümmern kann. Um eine oder die Gemeinschaft. Zeit, um sich zu engagieren, sich einzusetzen. Der grüne Apfel hat was. Er bringt Unabhängigkeit mit. Denkt man. Stimmt das? Nein. Man ist nie wirklich unabhängig. Aber der Druck, um mit einem solchen Problem umzugehen, ist ein ganz anderer. Weil man mehr Zeit hat. Zeit, um aufzutanken. Zeit, um sich klar zu werden. Zeit, um zu regenerieren. Die Probleme des Lebens erscheinen in einem anderen Licht, wenn man Zeit und Kraft hat für das entsprechende Problem. Sonst schiebt man diese nur vor sich her und vertagt sie. Bis sie wie ein Welle über einen hereinbrechen. Man nimmt die Signale nicht wahr, die Warnsignale, wenn man keine Zeit und Kraft hat. Und dies hat in der Regel Folgen, bis hin zu dramatischen, welche das Lebenswerk bis zu diesem Zeitpunkt völlig in Frage stellen. Ich kenne viele, die in den roten Apfel gebissen haben. Ich habe das auch getan. Aber nur einen großen Biss. Der blieb mir alsbald im Hals stecken, so dass ich ihn durch den grünen ersetzt habe. Das ist jetzt schon über 10 Jahre her. Und wenn ich die 10 Jahre vor den zurückliegenden 10 Jahren damit vergleiche, bin ich überglücklich über diese Entscheidung. Denn bei allen Problemen und Herausforderungen ist mir meine Zeit doch am wichtigsten und liebsten. Vor allem wenn ich diese mit den Menschen und den Dingen teilen kann, die mir besonders nah sind. Es ist für mich ein Privileg. Das wertvollste. Aber mein großer Respekt gilt allen, die sich für den roten Apfel entschieden haben. Denn ich weiß, was in Ihnen vorgeht. Und meine Glückwünsche gelten gleichermaßen allen, die sich für den grünen entschieden haben, denn sie sind dem unendlich schönen Glücksgefühl eines Kindes ihr Leben lang wesentlich näher. Man freut sich wesentlich mehr über viel weniger. Auch das kenne ich, weil ich es gelernt habe. In welchen Apfel hast du gebissen? In den roten oder den grünen?
Die Versuchung der Moderne Geschrieben von Christof Hintze
in Human Marketing um
07:55
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Sonntag, 29. Juni 2008Das Wunder von Wien 2008Mensch, ist das ein schönes Spiel! Vor allem wenn man Anhänger der Deutschen ist, die nach Schlusspfiff laut Gary Linecker immer irgendwie gewonnen haben. So kommen auch mal Fans von Schalke, Dortmund oder Berlin in das Gefühl, das normalerweise nur wir Bayern Münchner genießen dürfen. Sollen doch all die Spanier, Türken, Kroaten, Italiener, Niederländer, Franzosen und Engländer weiterhin glauben, sie spielten den besseren Fußball. Dabei gibt es aus gutem Grund keine Gewichtsklassen wie beim Boxen. Logisch wirkt eine Latte wie Mertesacker oder Metzelder nicht so filigran wie ein 1,60-Mann Iniesta, Ribery oder Robben. Ihre Aufgaben sind auch ganz andere. Es geht nur darum, die kleinen, wuseligen Dribbler nicht effektiv werden zu lassen. Zaubern dürfen sie, bitte sehr. Nur eben brotlos. Wenn sie den Medien glauben, die das Prinzip Fußball am allerwenigsten verstanden haben, lesen sie in der Zeitung des nächsten Tages weiterhin lieber von ihrer A- und ihrer B-Note, statt gewinnen zu wollen. Wie beim Eiskunstlauf oder Skispringen. Sie berauschen sich an ihren Haltungsnoten. Ha! Falsche Sportart, Jungs, können wir da nur mitleidig lächeln.
Tags für diesen Artikel: Deutschland, EM 2008, Europameisterschaft, Finale, Fußball, moment of truth, Wirkung
Das Wunder von Wien 2008 Geschrieben von Kai Falkenberg
in Deutschland ein Sommermärchen um
07:26
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Samstag, 28. Juni 2008Spielkultur![]()
Spielkultur Geschrieben von Christof Hintze
in Werkverzeichnis um
17:52
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Samstag, 28. Juni 2008Improvisationstalent![]()
Improvisationstalent Geschrieben von Christof Hintze
in Werkverzeichnis um
17:47
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Samstag, 28. Juni 2008Elevator pitchKürzlich schrieb ich an anderer Stelle über ein vor dem Geschäft aufgestelltes Display, das auf irgendwelche Angebote hinweisen soll. Und heute lese ich mit selektiver Wahrnehmung in einem Prospekt, mit welchem Namen dieses Ding tatsächlich angeboten wird: Kundenstopper! Tags für diesen Artikel: Display, Elevator Pitch, Elevator Story, Positionierung, Werbematerial, Wirkung
Elevator pitch Geschrieben von Kai Falkenberg
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07:26
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comments:
Sa, 19.07.2008 21:50
schöner artikel,mir geht es ge nausoKommentare ()
Mi, 16.07.2008 11:14
Word Of Mouth Marketing ist ab er auch nur die 2te Stufe der normalen Werbu [...]Kommentare ()
Di, 24.06.2008 18:07
das ist eine schoene auftaktge schichte fuer die serie: neues aus meinem ga [...]Kommentare ()
Fr, 20.06.2008 18:55
Hammer hart. super - weiter so
Di, 17.06.2008 12:28
Ja, in Paris hab ich mal ne Pa use eingelegt, aber das ist mi t ein Grund si [...]Kommentare ()