10. Fragen die sich jedes Unternehmen stellen sollte. 

[Und ich bin bei der Beantwortung gerne behilflich]

Sich selbst als Unternehmen die richtigen Fragen stellen:

1. Welchen echten Wert schaffen wir und würde man uns vermissen, wenn es uns morgen nicht mehr gäbe?

Die Frage nach dem Warum, dem Sinn. Dem Purpose: Existenzberechtigung statt Selbstverständnis. Der wirtschaftliche Selbstzweck genügt nicht mehr. Dieser wird zudem von der KI gefressen. Es braucht in Zukunft mehr. Viel mehr. Das diese gerne belächelten Soft Skills mal die Hard Facts für Zukunft werden, konnten sich auch nur wenige vorstellen. Es lohnt sich, sich diesen zuzuwenden.

2. Was an unserem Geschäftsmodell ist heute erfolgreich aber morgen unser größtes Risiko?

Erfolg als potenzielle Falle. Der Misserfolg beginnt im Erfolg. Es bemerkt nur keiner. Und es will auch keiner bemerken. Schon im Erfolg diese Faktoren zu erkennen und zu verändern, wandeln, erneuern oder lassen. Zieht den Erfolg deutlich mehr in die Länge.

3. Was würden wir heute komplett anders machen, wenn wir unser Unternehmen neu gründen würden?

Radikale Perspektiven einnehmen. Die Zukunft nimmt bekanntlich keine Rücksicht auf die Vergangenheit. Nicht nur neidisch sein, auf alle Newcomer und deren veränderte Voraussetzungen und Umfelder. Alte Ansichten müssen mit neuen Perspektiven konkurrieren. Um daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen.

4. Welche Teile unseres Unternehmens könnten durch Technologie oder KI vollständig ersetzt werden?

Unbequeme, aber notwendige Ehrlichkeit. Es genügt nicht Innovation nur als Angriff auf den eigenen Staus Quo zu verstehen und zu verurteilen. Diese zu belächeln und klein zu Reden. Sondern sich dem Ausmaß von Innovation zum einen zu stellen und die eigenen Chancen. Perspektive und Möglichkeiten darin zu entdecken.

5. Wo sind wir langsam geworden und warum?

Geschwindigkeit ist ein Wettbewerbsfaktor. Die faktische, regelmäßige Bewertung von Prozessen ist sehr zielführend. Wenn Geschwindigkeit ein wichtiger Faktor ist, dann sollte man regelmäßig eine Neubewertung in alle Richtungen vornehmen. Um immer optimale Prozesse zu gewährleisten.

6. Verstehen wir unsere Kunden wirklich oder nur unsere eigenen Annahmen über sie?

Realität mit dem Selbstbild vergleichen. Der Kunde. Der Kunde denkt. Der Kunde will. Der Kunde sagt. Wie oft werden Kunden zu Begründungen herangezogen. Leider meist nur um Eigeninteressen zu untermauern. Der Kunde ist die Summe aller Kunden, gebündelt zu dem einen einzigen Kunden. In Wirklichkeit ist dieser oft zitierte Kunde, die Summe aller Kunden. Und da verläßt einen schnell die Objektivität und richtige Einschätzung. Um nicht auf Einzelfälle über zu reagieren. Und signifikante Umstände unter den berühmten Teppich zu kehren. Somit ist es sehr gewinnbringend, sich stetig ein möglichst Aussagekräftiges Bild vom Kunden zu machen.

7. Welche Talente fehlen uns und warum arbeiten diese Menschen nicht bei uns?

Kulturtest. Menschen suchen sich Umfelder in denen sie sich entwickeln können. In denen sich ihre Fähigkeiten entfalten können. Und um das zu bekommen, legen sie zunehmend Wert auf ein Arbeitsumfeld, dass Ihnen auf möglichst vielen Feldern zusagt. Emotional und Rational. Jetzt und in Zukunft. Vor Ort und Hybrid. Wer Mitarbeiter für sich gewinnen will der sollte alle Anforderungen und Angebote kennen. Ob sie erfüllen will, bleibt jedem seine Entscheidung.

8. Was würden wir tun, wenn wir keine Angst vor Verlust hätten?

Mut als strategischer Hebel. Oft werden Chancen und Stärken überlagert und übertönt von zu viel negativen Einflüssen. Ob berechtigt oder nicht. Sich dem zu stellen, kann in beide Richtungen sehr sinnvoll sein. Und ide Frage: Warum haben wir das nicht getan? bleibt einem für immer erspart.

9. Wofür stehen wir wirklich und ist das für die nächste Generation relevant?

Marke ist Deckungsgleich mit Haltung, nicht nur mit Leistung. Viele Unternehmen altern mit ihren Verantwortlichen und sterben mit Ihrer Zielgruppe dann irgendwann aus. Relevant bleiben, muss immer wieder neu erobert werden. Die Marke immer im idealen Lebensmittelpunkt der Zielgruppe zu bewahren, ist eine große und wichtige Aufgabe. Als Unternehmen nicht zu altern, bedeutet das man die Marke auch nicht mit viel Geld später verjüngen muss. Was in der Regel ohnehin nicht funktioniert. Es ist ein fortlaufender Prozess. Und keine Aufgaben der man sich stellt, wenn es schon zum spät ist.

10. Was müssen wir heute aufgeben, um morgen besser zu sein?

Loslassen als Strategie. Es gibt nur 3 Möglichkeiten zu entscheiden: Loslassen, verändern und akzeptieren. Das Loslassen bedeutet nicht fallen lassen. Sondern im übertragenden Sinne die Hände des Unternehmens frei bekommen, für Dinge die wichtiger sind anzupacken. Loslassen fällt dabei Unternehmen besonders schwer, weil so viele Erinnerungen und Vergangenheit daran festhalten.