10 Antworten Nr. 5

5. Was hat mich im Arbeitsleben wirklich vorangebracht und was war am Ende weniger wichtig als gedacht?

Die Menschen. Was mich in allen Parametern vorangebracht hat, waren Menschen. Mentoren, Kollegen, Mitarbeiter und alle, die mitgefiebert, mitgemacht, mitgelitten und sich mitgefreut haben.

Der Faktor Mensch war der absolut größte Treiber in meinem Arbeitsleben. Weniger vorangebracht haben mich die Unternehmen. Ich dachte immer, wenn ich mal für das eine oder andere Unternehmen tätig sein würde, dann würde mich das unglaublich weit bringen. Aber das Gegenteil war der Fall.

Nichts hat mich mehr enttäuscht als große, namhafte Unternehmen. Aber in diesen waren überall verstreut, vereinzelt diese besonderen Menschen. Die wiederum haben mich unglaublich vorangebracht.

Diese großen Unternehmen sind voller Menschen, die sich hinter einem großen Unternehmen verstecken und in Deckung bringen. Die den Schutz des großen Unternehmens gesucht und gefunden haben.

Diese Unternehmen, von denen ich mir so viel versprochen habe, haben mich nicht weitergebracht – ganz im Gegenteil. Aber diese vielen Menschen, die in Umgebungen tätig waren, die ebenso schutzlos waren wie meine. Die von dem Erfolg, der Fähigkeit, der Qualität und Wirkung ihrer Tätigkeit abhängig waren. Die sich nicht hinter einem großen Namen verstecken konnten. Die darauf angewiesen waren, dass man mitdenkt, mitmacht und mitgeht.

Diese Menschen haben mich in meinem Bestreben, immer besser zu werden, enorm vorangebracht.

10 Antworten Nr. 52026-04-16T12:40:34+02:00

10 Antworten Nr. 4

4. Wann hatte ich das Gefühl, wirklich auf dem richtigen Weg zu sein – und woran habe ich das erkannt?

Was ist richtig und was ist falsch? Wer bewertet das? Immer in Bewegung in viele Richtungen zu bleiben, ist wichtig und richtig. Immer auf einem Weg zu sein. Manchmal geht es erst über den falschen Weg zum richtigen. Oder man kommt vom richtigen ab. Rückblickend erklären einem alle, die erfolgreich wurden, ihren Erfolgsweg. Jeder versucht, seinen Weg als den Weg zu verkaufen. Dabei spielen so viele Faktoren eine Rolle, die man nicht kontrollieren kann. Rückblickend klingt das immer alles logisch. Aber das ist es nie. Mir ist es nicht so wichtig, ob ich richtig oder falsch lag, sondern ob ich auf einem Weg in Bewegung bin. Stehen bleiben – gedanklich, strategisch, kreativ und auch physisch – empfinde ich als falsch. Denn was wirklich negative Auswirkungen hat, ist dieser Stillstand, diese Unbeweglichkeit, diese lähmende Bequemlichkeit, die Trägheit der Gewohnheiten, dieses Ausharren und Abwarten.

Somit wäre meine Antwort auf die Frage nicht „richtig oder falsch“, sondern: Was richtig ist, ist in Bewegung zu sein. Und was falsch ist, ist unbeweglich zu sein. Der Weg ist dabei nicht so wichtig. Ein weiterer Gedanke zur Frage nach dem richtigen oder falschen Weg ist für mich die Frage: Was ist mir wichtiger – Freiheit oder Sicherheit? Mir ist früh im Leben aufgefallen, dass ich ein unglaubliches Bedürfnis nach Freiheit habe. Was stark zulasten des Bedürfnisses nach Sicherheit geht. Auf meinem Lebensweg habe ich die Freiheit immer über die Sicherheit gestellt. Und ich musste lernen und begreifen, dass man nicht beides haben kann.

Freiheit ist eng verbunden mit dem Verlust von Sicherheit. Und Sicherheit ist verbunden mit dem Verlust von Freiheit. Somit entscheiden sich Menschen für den Weg, der ihnen genau das richtige Maß, das beste Verhältnis zu diesen beiden Gefühlen ermöglicht. Somit fühlt sich für mich der richtige Weg frei an. Und nicht sicher.

10 Antworten Nr. 42026-04-16T12:39:43+02:00

10 Antworten Nr. 3

3. Was war der größte Irrtum in meinem Leben – und was haben ich daraus gelernt?

Dass mein Denken immer einer gewissen Logik entspringt. Dass mein Denken sich nicht irren kann. Und dass meine Gedanken immer wichtig sind. Das war ein unglaublicher Irrtum. Der weit überwiegende Teil meiner Gedanken hat sich als gedanklicher Lärm entpuppt. Eine Mischung aus unbegründeten Ängsten, falschen Sorgen, unhaltbaren Zusammenhängen, fatalen Konsequenzen, Unwichtigem und einfach Blödsinn. Ich habe versucht, auf meine Gedanken zu hören und ihnen zu folgen. Bis ich feststellte, dass diese größtenteils völlig unbewusste Gedanken sind. Die gar nicht meine Gedanken sind. Wie 20 lärmende Radiosender, die gleichzeitig sehr penetrant und laut sich mit einer Vielzahl von Gedankenlärm übertönen. Ich dachte wirklich – ich denke. Bis ich erkannte – da denkt jemand anders in meinem Kopf.

Daraus habe ich gelernt, diese falschen Gedanken in der ersten Phase zu erkennen. Was sind bewusste und was sind unbewusste Gedanken? Und die Gefühle, Emotionen und Reaktionen auf diese falschen Gedanken zu erkennen. I

In der zweiten Phase zu beobachten, wann welche falschen Gedanken zum Vorschein kamen und welche Reaktionen ich daraus ableitete. Und in der letzten Phase habe ich gelernt, mit diesen Gedanken zu kommunizieren. Sobald diese auftauchten. Sobald sie den Ton ergriffen. Diese drei Phasen haben dazu geführt, dass Ruhe eintrat. Diese unkontrollierten, falschen Gedanken verstummten. Dass das Radio nicht mehr sendet. Und bis heute begegne ich meinen aufkommenden, unkontrollierten Gedanken bewusst: Jetzt nicht. Du schon wieder. Ach, lange nichts gehört. Halt die Klappe.

Ohne professionelle Hilfe wäre mir das in dieser Form sicher nicht gelungen. Aber mir hat im Vorfeld niemand verraten, dass das, was meine Gedanken da Tag ein und Tag aus so „ratschen“, überwiegend wertlos, überflüssig und Blödsinn ist. Oder anders gesagt, mit einer Frage: Wie viel von den Sorgen, die man sich gedanklich gemacht hat, tritt im Leben wirklich ein? Weniger. Noch viel, viel weniger.

10 Antworten Nr. 32026-04-16T12:38:51+02:00

10 Antworten Nr. 2

2. Was würde ich heute anders machen, wenn Sie noch einmal 25 wäre?

Ich wäre gerne deutlich früher erwachsen gewesen. Was für mich bedeutet, die ganze Verantwortung für meine Handlungen und Entscheidungen zu übernehmen. Diese Entwicklung ist erst mit 40 Jahren vollumfänglich eingetreten.

Bis dahin war ich sehr egozentrisch, cholerisch, egoistisch und gierig. Wenn etwas gut lief, dann war ich es. Wenn etwas schlecht lief, dann gab es gute Gründe. Diese naive und dümmliche, sehr männliche Haltung, sich so viel vom Buffet des Lebens zu nehmen, wie nur möglich. Und sich der Konsequenzen nicht bewusst zu sein.

Seinen eigenen Vorteil über alles zu stellen. Und andere Menschen nur danach zu bewerten, welchen Nutzen sie für mich haben.

All das und noch einiges mehr hätte ich gerne schon mit 25 Jahren mit den Augen gesehen, mit denen ich es ab 40 gesehen habe. Diese Rücksichtslosigkeit für den eigenen Vorteil hätte es oft in der Form nicht gebraucht.

Das „Wir“ dem „Ich“ überzuordnen, hätte sicherlich deutlich mehr Vorteile gehabt. Dieses ständige Bewerten und Erwarten wäre ich gerne schon mit Anfang 20 losgeworden. Meine gelernten Rollenbilder hätte ich gerne früher über Bord geworfen.

Und dass es nicht darum geht, was man sagt, sondern was man tut. Dass mein Handeln viel mehr Einfluss hat als ständige Bekenntnisse, Argumente und Erklärungen.

Dieses „nur so tun als ob“ hat rückblickend keinen Sinn ergeben. Sich selbst größer zu machen, indem man andere kleiner macht – das würde ich auch gerne komplett lassen.

Anderen mehr Wertschätzung entgegenbringen. Mehr Danke sagen. Und Entschuldigung. Sich Fehler besser eingestehen können.

10 Antworten Nr. 22026-04-16T12:37:55+02:00

10 Antworten Nr. 1

1. Was ist wichtiger: Erfolg oder Zufriedenheit?

Zufriedenheit! Entgegen der landläufigen Meinung, dass Erfolg etwas mit viel Geld zu tun hat, denke ich, dass Erfolg primär durch Gefühle bestimmt wird. Erfolg fühlt sich an. Erfolg ist nicht. Das Gefühl von Erfolg ist bestimmt von Freiheit, Sicherheit und Selbstbestimmtheit.

Somit hat Geld darin seine Berechtigung. Aber es ist nicht das Zentrum von Erfolg. Mit Geld verbindet man einen Teil von Freiheit und Sicherheit. Ohne Geld ist diese Form von Freiheit und Sicherheit nicht gewährleistet. Aber das wesentliche und maßgebliche Gefühl, das sich in einem ausbreitet, ist große Zufriedenheit.

Ich habe mich am erfolgreichsten gefühlt, wenn meine Sinne durch diese Gefühle geflutet wurden. Hinzu kommt der soziale Aspekt von Erfolg: Anerkennung und Wertschätzung von Menschen. Und das Gemeinsame am Erfolg. Somit ist Erfolg ein Gefühl, das mit messbaren und beweisbaren Werten nichts zu tun hat. Zufriedenheit hingegen schon.

Jeden Moment, jeden Tag kann man seine gefühlte Zufriedenheit bewerten. Zufriedenheit kann man aktiv formen und gestalten. Erfolg nur begrenzt.

Man kann auch mit rationalen Aspekten letztendlich keine Freiheit und Sicherheit herstellen. Dieser Versuch ist zum Scheitern verurteilt. Menschen, die einen hohen Bedarf an Sicherheit haben und deshalb viele Schlösser an ihre Haustüren machen, Gitter vor die Fenster, Alarmanlagen und Kameras anbringen, verstärken durch all diese Maßnahmen die Unsicherheit. Menschen fühlen sich nicht sicherer, wenn sie überall Dinge sehen, die ihnen eine mögliche Bedrohung suggerieren.

Das sehe ich auch bei Medikamenten so: Wenn diese überall sichtbar herumstehen, dann kommunizieren sie nicht Gesundheit, sondern die ständige Gegenwart und Akzeptanz von Krankheit.

Ebenso ist es mit der Freiheit. Öffnet man Garagen, dann erblickt man oft Kajaks, Rennräder, Fahrräder aller Art, Motorräder und andere Objekte, die individuelle Freiheit ausdrücken sollen. Fragt man aber, wann man das letzte Mal diese Freiheit genossen hat, erfährt man: sehr selten oder schon lange nicht mehr.

Je mehr Objekte in einem Umfeld die persönliche Freiheit ausdrücken sollen, desto unfreier sind Menschen. Die Symbolik, die Absicht kompensiert nicht das wirkliche Gefühl von Freiheit.

Mit der Zufriedenheit ist es anders. Diese kann ich objektiv jeden Moment beeinflussen. Den Grad der Zufriedenheit kann man beeinflussen. Erfolg hat viel mit Faktoren zu tun, die man nicht beeinflussen kann, und genügt nie. Erfolg ist eine Droge. Mit jedem weiteren Erfolg wird man süchtiger. Zufriedenheit ist eine sehr bewusste Entscheidung, die ich selbst treffen kann.

Klingt paradox, ist aber so. Somit ist die herkömmliche Definition von Erfolg ebenso paradox. Denn alles, was im Außen Erfolg symbolisieren soll, kommuniziert nach innen etwas völlig anderes. Nämlich, dass es nie genug ist, nie das Neueste, nie das Beste.

Nichts frustriert mehr, als vom Erfolg der Vergangenheit umgeben zu sein. Somit ist die Dokumentation von Erfolg im Außen mit dieser Sucht verbunden – der ständigen Suche nach Bestätigung und Bewunderung im Außen. Diese Gier nach Erfolg macht nicht zufrieden, sondern chronisch unzufrieden.

Die Zufriedenheit ist da gnädiger. Sensibler. Befriedigender. Sie genügt sich schneller.

Die Gier nach Erfolg führt im Umkehrschluss zum Gegenteil der eigentlichen Absicht nach Erfolg: Unfreiheit und Unsicherheit. Erfolgreich ist für mich ein Mensch, der aufwacht und einschläft mit dem zutiefst wahrhaftigen, zufriedenen Gefühl, frei, sicher und selbstbestimmt zu sein.

Also ein zutiefst zufriedener Mensch.

Somit stellt sich nicht die Frage, was wichtiger ist, sondern: Was ist Erfolg für mich? Große Zufriedenheit.

10 Antworten Nr. 12026-04-16T12:37:04+02:00

Skills

Leistungsübersicht: Mit hoher Wertschätzung zu größerer Wertschöpfung.  

1. Strategische Markenführung

• Markenpositionierung & Differenzierung
• Markenarchitektur (z. B. Dachmarke vs. Submarken)
• Purpose, Vision, Narrative
• Rebranding / Markenweiterentwicklung

Klarheit: Wofür stehen wir – und warum sollte uns jemand wählen?

2. Kommunikationsstrategie

• Entwicklung von Kernbotschaften & Storylines
• Zielgruppen- und Stakeholderanalyse
• Kanalstrategie (Owned, Earned, Paid)
• Konsistenz über alle Touchpoints hinweg

Hier geht es darum, aus Strategie kohärente und redundante Kommunikation zu machen.

3. Kreative Konzeption

• Kampagnenideen (360° oder kanalübergreifend)
• Content-Ideen & Formate (Social, Video, Editorial)
• Kreative Leitideen („Big Idea“)
• Storytelling

Nicht nur analysieren, sondern originelle Ideen liefern, die funktionieren.

4. Content-Strategie & Produktion

• Redaktionsplanung & Themenentwicklung
• Thought Leadership (z. B. LinkedIn, Blogs)
• Corporate Publishing
• Skalierbare Content-Systeme

Relevante Inhalte statt beliebigem Output: Conersion statt Reichweite

5. Digitale Marketingstrategie

• Performance-Marketing-Ansätze
• Funnel- und Customer-Journey-Design
• Conversion-Optimierung
• Marketing-Automation & CRM-Integration

Verbindung von Kreativität mit messbarem Impact.

6. Customer Experience & Journey Design

• Analyse und Optimierung von Touchpoints
• UX Writing & Microcopy
• Service Design
• Omnichannel-Erlebnisse

Wie fühlt sich die Marke tatsächlich für Kunden an?

7. Interne Kommunikation & Change

• Kommunikationsstrategien für Transformationen
• Employer Branding
• Kultur- und Wertekommunikation
• Führungskommunikation

Strategie intern verständlich machen, wichtig bei Wandel.

8. Innovations- und Trendthemen

* Einsatz von KI im Marketing
* Neue Plattformen & Formate (z. B. Short Video, Creator Economy)
* Experimentelle Kampagnen
* Future Branding / neue Narrative

Was ist Hype – was ist relevant?

9. Daten, Insights & Research

• Markt- und Wettbewerbsanalysen
• Zielgruppen-Insights (qualitativ & quantitativ)
• Marken-Tracking
• Ableitung von Strategien aus Daten

Gute Kreativität basiert auf echtem Verständnis, nicht Bauchgefühl allein.

10. Governance & Organisation

• Aufbau von Marketingstrukturen
• Prozesse & Workflows (z. B. Content Factory)
• Zusammenarbeit mit Agenturen
• Guidelines & Playbooks

Strategie nachhaltig im Unternehmen zu verankern.

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Skills2026-04-17T14:57:12+02:00

Bewegend

Bewegend2026-04-15T12:33:55+02:00

Überzeugung

Christof Hintze Thinking Partner Mindset Einstellung Mentalität

Identifikation mit dem Schmerzkörper ist eine Bezeichnung für dieses Phänomen. Wer bin ich, wenn ich das Problem nicht mehr habe? Viele haben erkannt, dass ein Problem sehr gut dazu führt, Aufmerksamkeit zu erhalten. Immer ein Thema zu haben. Im Zentrum und Mittelpunkt zu stehen. Probleme haben eine magische Anziehungskraft. Was dazu führt, dass sich Menschen unentwegt mit Problemen beschäftigen können. Was bis zur Identifikation führt. Und somit stellt sich die berechtigte Frage: Wer bin ich denn noch, wenn ich das Problem nicht mehr hätte? Was ist dann mit dem Interesse an meiner Person? Was steht dann im Mittelpunkt? Entweicht das Interesse an meiner Person dann vollständig?

Dieses gesellschaftliche Phänomen sieht man überall. Sogar Menschen schaffen es, sich mit ihrem Problem zu identifizieren. Was erklärt, warum so wenige an wirklichen Lösungen interessiert sind. Denn wenn das Problem nicht mehr da ist, dann ist man selbst nicht mehr da. Und weil viele Menschen gelernt haben, das Leben genau so zu sehen, und um uns herum viele es genau so vorleben, deshalb ist für viele Menschen „Existenz“ das ständige Begegnen, Bekämpfen und Überwinden von Problemen. Was man eigentlich auch als Pflege und Kultivieren des Problems beschreiben kann.

Trifft man Menschen, erzählen sie einem in der Regel, welche großen Probleme sie gerade haben. Es gibt regelrecht einen Wettbewerb über die Größe von Problemen. Denn das größte Problem drängt sich immer in den Vordergrund. In Meetings in Unternehmen ist es genauso. Aber auch auf Familientreffen.

Fünf Menschen treffen sich zufällig. Und alle stellen fest, dass sie leidenschaftliche Taucher sind. Es dauert keine fünf Minuten und nur noch Tauchunfälle sind das Thema.

Der Fokus und die Identifikation auf Probleme machen etwas mit den Menschen. Das sieht man physisch und psychisch. Wenn Menschen das Leben als das Überwältigen von Problemen betrachten, dann sehen diese Menschen das Leben auf eine besondere Art und Weise. Aus diesem Denkmodell kann man raus. Das ist ein Weg. Ein langer. Ein eventuell nie endender Weg. Aber ich denke, der lohnt sich. Denn das Leben mit den Augen von Lösungen, Chancen und Möglichkeiten zu sehen, macht auch etwas mit den Menschen. Das sieht man ebenfalls psychisch und physisch.

Das Leben als Weg von Entdeckung zu Entdeckung zu betrachten. Als eine Chance nach der anderen genutzt zu haben. Aus der Vielfalt der Möglichkeiten sich immer das Beste herausgesucht zu haben. Immer neugierig auf der Suche nach der nächsten Lösung alles wahrnehmen. Das ist ein anderes Leben. Ein Leben, in dem immer wieder Neues, anderes, Wundervolles passiert. Ein Leben, das von der Lust beflügelt ist, statt von der Angst getrieben. Ein Leben mit leuchtenden Farben, statt schwarz zu sehen.

Überzeugung gutes Marketing ist wie Schach Kennen bedeutet nicht Können

Gutes Marketing ist wahrlich eine Kunst. Denn es wird von so vielem beeinflusst. Und es wird durch ebenso viele auf die Beine gestellt. Bis man bei einem Großmeister ankommt, wird man sehr oft von jemandem mattgesetzt, der wiederum von jemandem mattgesetzt wird. Wie lang die Reihe ist, weiß ich nicht. Aber mit Blick auf meine Erfahrungen ist die Reihe sehr lang.

Marketing in Form eines Schachgroßmeisters ist so selten wie die Schachgroßmeister selbst. Die meisten im Marketing kennen Marketing mehr oder weniger. Aber nur wenige können es wirklich. Woran das liegt? Zum einen wird es schlecht bezahlt, gut darin zu sein. Und dann ist gutes Marketing wie eine Sandburg bauen. So groß und prächtig diese auch ist, eine Welle genügt, und sie gehört der Vergangenheit an.

Exzellentes Marketing hat keine hohe Reputation in Unternehmen. Es sind in der Regel doch diejenigen, die ständig Geld ausgeben. Sie produzieren keine Produkte. Und sie verkaufen nicht so direkt wie der Vertrieb. Marketing hat kein gutes Standing. Kommt der Rotstift, ist das Marketing immer zuerst dran.

Das Verständnis von Marketing ist nicht sehr weit verbreitet. Wenn man aber bedenkt, wie viele Produkte scheitern, was den weitaus größeren Anteil ausmacht als die Produkte, welche zwei Jahre überleben. Aber niemand zweifelt daran, dass das nächste neue Produkt es diesmal ganz sicher schaffen wird. In 80 % der Fälle ist hier der Wunsch der Vater des Gedankens. Aber Produkte haben ein super Standing. Die dürfen von zu Hause aus scheitern. Das ist okay und akzeptiert.

Und im Vertrieb? Das Fass will ich erst gar nicht aufmachen. Denn das Fass hat keinen Boden. Denn am Ende ist es dann doch wie Schach. Wer glaubt, dass es wichtige und unwichtige, bessere und schlechtere Figuren auf dem Brett gibt, der hat das Spiel wirklich nicht verstanden. Es sind die vermeintlichen Opfer, welche die größten Siege errungen haben. Es sind Bauern, welche Könige zu Fall gebracht haben. Es haben nie Könige andere Könige geschlagen. Sondern die Qualität des komplexen Zusammenspiels, bei maximal bester Einschätzung jeder Situation, mit dem analytischsten Blick in alle Richtungen, ist der Garant fürs Gewinnen.

Christof Hintze Business Überzeugungen Grundsätze Annahmen die man erlernt hat und die sich immer wieder bestätigen

Es gibt zwei Arten von Perfektionismus. Die eine ist nah am Wahnsinn erbaut. Diese versteckt sich hinter dem Begriff, weil sie die Bewertung und das Resultat fürchtet – wie der Vampir das Tageslicht.

Da wird nichts fertig. Nichts ist gut genug. Varianten und Alternativen bis hinter den Horizont. Und alles eingewickelt in die Lüge von der Perfektion. Es sei nicht gut genug. Es wird nie gut genug. Eigentlich ist es ein Missbrauch des Wortes.

Denn die eigentliche Idee der Perfektion ist atemberaubend und wundervoll. Sie ist das geniale Zusammenspiel aller Details zu einem Resultat, das alles andere in den Schatten stellt. Perfektion definiert immer den Status quo neu. An der echten Perfektion orientieren sich alle anderen.

Wenn ich die Entscheidung habe, zwischen Perfektion oder Vorankommen zu wählen, wähle ich immer das Vorankommen. Das Gute ist schon um vieles besser als alles, was dahinter liegt. Das Gute liegt bei etwa 80 %.

Um die letzten 20 % zu erzielen, wird das Verhältnis von Aufwand und Investition unverhältnismäßig. Hier zerlegt es alle betriebswirtschaftlich gesunden Vorgehensweisen. Denn in Wirklichkeit sind Faktoren wie Aufwand, Ressourcen, Zeit, Manpower, Material und Investition auf der einen Seite und Motivation, Inspiration und Mentalität auf der anderen Seite ein wesentlicher Bestandteil der wirtschaftlichen Betrachtung.

Dauert etwas deutlich zu lange, wird der Aufwand viel zu groß, dann kippen alle KPIs, die eine gesunde betriebswirtschaftliche Betrachtung und Bewertung überhaupt möglich machen.

Zum gemeinsamen Erfolg gehört eben deutlich mehr als Wahnsinn. Es ist der Sinn.

Darum bevorzuge ich immer eine gute Idee heute, als eine perfekte morgen.

Es hat sich leider eingeschlichen, dass Kritik – ob konstruktiv oder destruktiv – immer mehr Aufmerksamkeit bekommt als Anerkennung, Zustimmung und Lob. Das hat leider zur Folge, dass, egal wie gut eine Idee ist, diese sich brutal erwehren muss. Dass sie sich in einem erbarmungslosen Kampf verteidigen muss.

Was man von den Bedenken, Einwänden und Kritiken nicht behaupten kann. Da genügt ein einfaches „Das ist es nicht!“ und alle denken übereinstimmend: „Das ist es nicht!“ Niemand würde Bedenken so auf die Probe stellen und herausfordern wie eine Idee. Die steht nackt, wehrlos vor allen anderen.

Was es Ideen ungemein schwerer macht, sich durchzusetzen. Egal wie gut sie sind. Somit scheitern Ideen am Ego von Menschen, nicht an der Idee selbst. Ideen scheitern an destruktiven Gruppendynamiken. Was mich als Kreativer daran immer gestört hat, ist der Umstand, dass es gute Ideen nicht wie Sand am Meer gibt. Im Gegensatz zu unbegründeten Einwänden und Bedenken. Ideen sind kostbar. Vor allem gute Ideen. Denn diese erzielen die gewünschte Wirkung.

Das ist dem Ego leider egal, aber allen anderen sollte das bewusst sein.

Business Zitate 1 Einstellung Meinung Überzeugung Ansichten Erfahrung Erkenntnisse

Es fällt auf, dass sich viele lange mit demselben Problem beschäftigen. Das Interesse an einer unbekannten Lösung ist nicht so groß wie die Befürchtung, sein bekanntes Problem zu verlieren. Die Identifikation mit dem Problem ist stärker. Was wäre man ohne das Problem? Darum haben es Lösungen so schwer.

Die Problemkultur in Unternehmen wird auch dadurch gut sichtbar, wenn man Meetings verfolgt. Das größte Problem kommt immer als erstes dran. Nicht die beste Lösung. Stehen zwei Mitarbeiter vor dem Büro des CEOs. Der eine sagt: Wir haben ein großes Problem. Der andere sagt: Wir haben eine gute Lösung. Jetzt raten Sie mal, wer als erstes ins Büro gerufen wird.

Das Bewältigen und Bekämpfen von Problemen ist das zentrale Denken und Handeln in Unternehmen. So wie im Leben. Für viele Menschen bedeutet Leben das Bewältigen von Problemen. Somit stellt sich die grundsätzliche Frage nach der Mentalität. Wenn Probleme den Vorzug vor Lösungen bekommen – wen wundert dann noch irgendetwas?

Wenn die Aufmerksamkeit sich an der Größe des Problems orientiert, anstatt an der Chance der Lösung. Wenn Menschen nur Applaus, Anerkennung und Aufmerksamkeit bekommen, wenn sie sich um ein möglichst großes Problem kümmern?

Ich habe beim Motorradfahren gelernt, dass man ans Ende der Kurve, den Ausgang – da, wo man hin will – schauen soll. Nicht in die Kurve. Der Körper macht dann automatisch alles von selbst richtig. Funktioniert auch beim Kellner-Trick. Wenn man vier randvolle Tassen oder Gläser auf einem Tablett trägt und dabei den Blick auf das Tablett richtet, damit nichts überläuft, dann läuft alles über. Wenn man aber nicht hinschaut, dann läuft nichts über.

Diese Analogien zeigen, dass es eventuell von Vorteil ist, die Blickrichtung dahin zu richten, wo man hin will. Die Gedanken, Ideen, Aufgaben folgen dann automatisch. Das ist keine Garantie, dass man am Ziel ankommt, aber die Wahrscheinlichkeit ist deutlich höher.

Überzeugung2026-05-07T15:37:17+02:00

Mein 10 + 1. Marketing- und Kommunikationsgebot: Können

Mein 10 + 1. Marketing- und Kommunikationsgebot: Können

Beherrsche deine Aufgabe, dein Handwerk, deinen Bereich. Können ist deutlich wichtiger als nur kennen. Begnüge dich nicht nur mit der Theorie, mit Halbwissen und der Annahme, es reicht ja, wenn andere das können.

Könne so viel wie möglich – von A bis Z. Alles, was geschieht, läuft in Prozessen ab. Es beginnt und es endet. Es fängt an und es hört auf. Es startet und erreicht ein Ziel.

Alle Inhalte, Parameter und Aspekte dieser Prozesse zu kennen und zu können, ist gedankliches und körperliches Handwerk. Das sollte man lernen. Und pflegen. Weil man wissen will, wie Dinge gehen. Wie sie zusammenhängen und welche Verbindungen und Abhängigkeiten es gibt.

Solange man selbst dazu noch nicht in vollem Umfang in der Lage ist, sollte man sich denen anvertrauen, die es wirklich können. Die Dinge sind in der Regel deutlich komplexer, als sie nach außen hin erscheinen. Aktion und Reaktion sollte man kennen.

Und es reicht auch nicht, nur einmal etwas auf die Reihe zu bekommen, sondern immer und immer wieder. Diese Qualität, das, wofür man verantwortlich ist, vollumfänglich zu beherrschen, ist nicht weit verbreitet. Darum ist wahrhaftes Können so wertvoll. Die meisten geben sich zu schnell und zu früh zufrieden, etwas nur zu kennen oder „genügend“ zu können.

Da kann man den großen Unterschied machen.

Bleibe immer interessiert und neugierig, wie sich dein Aufgabenbereich verändert, wandelt und erneuert. Bleib immer in der Übung. Bleib immer dran. Liebe es, die Dinge zu können.

Dann kannst du dich auf das verlassen, was bei allem am wichtigsten ist – auf dich.

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Mein 10 + 1. Marketing- und Kommunikationsgebot: Können2026-04-17T15:31:40+02:00

Mein 10. Marketing- und Kommunikationsgebot: Wissen

Mein 10. Marketing- und Kommunikationsgebot: Wissen

Auf einen Taschenrechner kann man sich verlassen. Obwohl es von großem Vorteil ist, auch selbst rechnen zu können. Aber auf digitale Informationsquellen kann man sich nicht im vollen Umfang – bis gar nicht – verlassen. Wo überall „Wissen“ draufsteht, ist nicht immer Wissen drin. Und wer Wissen hat, muss sich nicht auf Glauben verlassen. Wissen wird immer wichtiger und wertvoller, weil sich so viel Unwissen als vermeintliches Wissen verbreitet. Wissen geht also nicht verloren, sondern es gibt so viele Varianten, Interpretationen und Abwandlungen davon.

Wer über die höchste Qualität von Wissen verfügt, ist somit im Vorteil. Wissen und Wissenschaft liegen hier sehr nah beieinander. Wissen, das fundiert ist, das durch Fakten belegt ist, das auf Wissenschaft beruht, das durch Studien untermauert wird, das durch Theorien definiert ist. Halbwissen reicht nicht nur nicht aus, sondern birgt Gefahren in sich. Sich Wissen anzueignen ist nicht bequem, sondern anstrengend. In Zeiten, in denen es viele verschiedene Varianten von Wissen gibt, ist es unerlässlich, selbst die Kontrolle darüber zu bewahren, was belastbares Wissen ist.

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Mein 10. Marketing- und Kommunikationsgebot: Wissen2026-04-17T15:32:28+02:00
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