Mentor und Coach
Menschen zu echten Teamplayern machen.  

Im Laufe meines Arbeitslebens schwindet der anstrengende Wettbewerb der unterschiedlichen Persönlichkeiten. Das Ego zieht sich zurück. Weil es an seine Grenzen gekommen ist. Wer weiter will als seine eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten, der entdeckt das „Wir“. Dieser Aspekt tritt immer mehr in den Vordergrund. Nicht bei allen. Aber bei mir ist es so. Das „Ich“ verwandelt sich spürbar in ein „Wir“. Eine unglaubliche Erfahrung und beeindruckende Entwicklung.

Was nicht bedeutet, dass man im Geschäftsumfeld nicht bestehen könnte. Ganz im Gegenteil. Man entdeckt eine neue Zauberkraft. Und setzt diese zunehmend ein. Diese lautet, dem Gegenüber eine Bühne zu überlassen. Anderen Raum zur Entfaltung zu geben. Gezielt zu fördern. Freiheiten zu schenken. Vertrauen zu geben. Es bereitet eine unglaubliche Befriedigung, anderen voran- und weiterzuhelfen.

Menschen zu entwickeln wird zunehmend sinnvoller. Den Erfolg der anderen zu ermöglichen, macht deutlich mehr Spaß. Man entdeckt diese Zauberkraft erst im Laufe des Lebens. Erst wenn das Ego vom „Ich“ immer mehr Abstand nimmt. Mit dieser Lebenserfahrung kommt immer mehr der Blick für die Performer und das Team. Weil man weiß, dass ein Team immer mehr imstande ist zu leisten.

Man hat keine Angst mehr vor den Besseren, sondern nutzt diese. Man bekämpft nichts mehr, sondern man entdeckt umso mehr. Aus diesem Grund ist es nur logisch, dass man sich immer mehr als Mentor für die Mitarbeiter positioniert und versteht. Und da, wo es sinnvoll ist, steigt man noch tiefer ein als Coach. Der Erfahrungsschatz ist über die Jahre so wertvoll, dass man viel weitergeben und mitgeben kann. In meinen letzten Arbeitsjahren habe ich sicherlich 30 % meiner Zeit als Mentor und Coach für andere gewirkt. Obwohl das nicht in meiner Jobbeschreibung explizit stand. Aber zum schnellen, erfolgreichen Erreichen von Zielen war das ein wesentlicher Aspekt.

Schade, dass das Berufsbild des Coaches mit der Zeit einen so schlechten Ruf abbekommen hat. Aber auch berechtigt. Weil sich vieles um Selbstoptimierung dreht. Durchsetzen. Erobern. Erringen. Um das persönliche Weiterkommen. Eben um das Füttern des Ego. Das ist genau das Gegenteil dessen, was mir in den Sinn kommt, wenn ich an einen Coach denke. Mir wäre es deutlich wichtiger, jemanden vom reinen Ego ins Team zu führen. Ein guter Coach wirkt integrierend. Begleitet Menschen, ein gutes Teammitglied zu werden. Weg vom Ego-Trip, hin zum Teamplayer.