Mein 9. Marketing- und Kommunikationsgebot: Mentalität

Wenn alles immer gleicher wird, ist Differenzierung immer schwerer und gleichzeitig immer wichtiger. Sieht man sich die Marken, die Produkte und die Eigenschaften von Konsumgütern an, dann drängt sich das Gefühl auf: Es wird immer mehr – von immer mehr desselben.

Alles ist kopierbar. Alles, was Erfolg verspricht, wird von allen übernommen. Die Märkte ähneln immer mehr einer Schwarmintelligenz. Alle folgen denselben Bewegungen, Trends, Designs und technischen Eigenschaften. Die Zeiten der herausragenden, alles überstrahlenden, beherrschenden, kraftvollen Marken scheinen vorüber zu sein. Immer mehr Marken drängen mit immer mehr Produkten in immer mehr Märkte.

Eine Möglichkeit, die eine signifikante Differenzierung mit sich bringt, ist die Mentalität. Und ich sage bewusst Mentalität und nicht Mindset. Weil es nicht um Gleichmachen und nicht um Manipulation geht. Es geht nicht um die perfekten, lückenlosen Lebensläufe der Vergangenheit. Es geht nicht darum, nur so zu tun, als ob. Sondern es geht um eine überzeugende, glaubwürdige und ehrliche Mentalität.

Was im Spitzensport längst zum Daily Business gehört – Mentaltrainer –, wird auch in der Wirtschaft zu einem wesentlichen Faktor, der den entscheidenden Unterschied machen kann. Wie im Sport sind viele Merkmale, die früher den Unterschied gemacht haben, heute angeglichen. Alle haben Zugriff auf ähnliche Möglichkeiten. Trotzdem kristallisieren sich immer wieder Gewinner heraus. Und die haben alle eines gemeinsam: eine Mentalität, die sie dazu macht.

Eine Gewinner-Mentalität setzt sich aus anderen Substanzen zusammen als die Motivation der Vergangenheit. Diese besondere Mentalität entsteht aus Scheitern, aus Versuchen, aus Geduld, aus Verlust, aus Angst, aus Schmerz.

Eine gute Mentalität weiß, wie sich Verlieren anfühlt. Versagen. Darum hat sie sich zu etwas entwickelt, das lieber gewinnen will.

Mit der richtigen Mentalität macht man den entscheidenden Unterschied. Und setzt sich ab vom Wettbewerb.