4. Wann hatte ich das Gefühl, wirklich auf dem richtigen Weg zu sein – und woran habe ich das erkannt?
Was ist richtig und was ist falsch? Wer bewertet das? Immer in Bewegung in viele Richtungen zu bleiben, ist wichtig und richtig. Immer auf einem Weg zu sein. Manchmal geht es erst über den falschen Weg zum richtigen. Oder man kommt vom richtigen ab. Rückblickend erklären einem alle, die erfolgreich wurden, ihren Erfolgsweg. Jeder versucht, seinen Weg als den Weg zu verkaufen. Dabei spielen so viele Faktoren eine Rolle, die man nicht kontrollieren kann. Rückblickend klingt das immer alles logisch. Aber das ist es nie. Mir ist es nicht so wichtig, ob ich richtig oder falsch lag, sondern ob ich auf einem Weg in Bewegung bin. Stehen bleiben – gedanklich, strategisch, kreativ und auch physisch – empfinde ich als falsch. Denn was wirklich negative Auswirkungen hat, ist dieser Stillstand, diese Unbeweglichkeit, diese lähmende Bequemlichkeit, die Trägheit der Gewohnheiten, dieses Ausharren und Abwarten.
Somit wäre meine Antwort auf die Frage nicht „richtig oder falsch“, sondern: Was richtig ist, ist in Bewegung zu sein. Und was falsch ist, ist unbeweglich zu sein. Der Weg ist dabei nicht so wichtig. Ein weiterer Gedanke zur Frage nach dem richtigen oder falschen Weg ist für mich die Frage: Was ist mir wichtiger – Freiheit oder Sicherheit? Mir ist früh im Leben aufgefallen, dass ich ein unglaubliches Bedürfnis nach Freiheit habe. Was stark zulasten des Bedürfnisses nach Sicherheit geht. Auf meinem Lebensweg habe ich die Freiheit immer über die Sicherheit gestellt. Und ich musste lernen und begreifen, dass man nicht beides haben kann.
Freiheit ist eng verbunden mit dem Verlust von Sicherheit. Und Sicherheit ist verbunden mit dem Verlust von Freiheit. Somit entscheiden sich Menschen für den Weg, der ihnen genau das richtige Maß, das beste Verhältnis zu diesen beiden Gefühlen ermöglicht. Somit fühlt sich für mich der richtige Weg frei an. Und nicht sicher.