Mein 3. Marketing- und Kommunikationsgebot: Einfach
Das wohl schwerste aller Gebote: die Einfachheit. Die Kunst des Weglassens. Des Priorisierens und Fokussierens. Denn die Einfachheit wird zum einen oft mit simpel verwechselt. Und zum anderen mit „nicht vollständig genug“.
Die Einfachheit ist ein Segen für die Sinne. Sie bringt Harmonie und Entspannung. Simpel bedeutet unüberlegt und dumm. Einfach hingegen ist überlegen in allen Aspekten.
Somit stellt sich die Einfachheit immer wieder die ein und selbe Frage: Was kann man noch weglassen? Das radikale Weglassen bis an den Rand der Instabilität.
Und die zweite, noch wichtigere Frage in diesem Zusammenhang: Warum? Warum braucht es dies oder jenes? Mehr oder weniger? Größer oder kleiner? Was die Frage nach dem Warum besteht, ist relevant.
Dem Hang zu widerstehen, dass mehr immer mehr ist. Dem Drang, dem Perfekten noch etwas hinzufügen zu müssen. Dem Gefühl, nicht überzeugen zu können und deshalb mehr des Guten zu machen. Und dem Gedanken, nicht zu trivial zu sein.
Einfachheit in ihrer reinsten Form kommt einem selbst oft trivial vor. Erst die Bewunderung, der Respekt und die Anerkennung Dritter lassen diesen Gedanken verfliegen. Mehr hat es nicht gebraucht.